Emerson,Keith
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Biografie
Keith Emerson (p, org, synthesizer), am 2. November 1944 in Todmorden, Lancashire, geboren, sollte nach intensivem privatem Klavierstudium Konzertpianist werden und entschied sich mit 15 für die Rockmusik. Als Begleitmusiker der Sängerin P. P. Arnold fand er gleich gesinnte Kollegen, mit denen er im August 1967 das Ensemble The Nice (siehe Bio) gründete. 1968 ernannte ihn das englische Fachblatt "Beat Instrumentalist" zum "Pianisten und Organisten des Jahres", denn er "trieb die elektronische Orgel als Instrument persönlicher Expression bis zum absoluten Limit" ("Daily Mail"). Emersons mit Händen, Füßen und Ellbogen erzeugte Tontrauben, sein "gewalttätiger, oft neurotischer" Instrumentalstil ("Melody Maker"), seine fesselnde Show am Synthesizer, den er als erster Engländer auf die Rockbühne brachte, trugen ihm den Ruf ein, ein "Jimi Hendrix der Tasteninstrumente" zu sein. 1970 löste er die Nice auf und etablierte das Trio Emerson, Lake & Palmer (siehe Bio).
Einen Grund für die nach etwa sieben Jah-ren einsetzende Ermüdung des Publikums sahen Kritiker in Emersons verstärkter Hinwendung zu klassischen Themen (Bach, Prokofieff, Tschaikowsky) – insbesondere auf den LPs Works, Vol. 1 + 2 (1977). 1978 spielte er Works Live in Montreal sogar mit einem Symphonieorchester ein. Das Trio hatte das Nachsehen. Nach dessen Auflösung im Dezember 1979 konzentrierte er sich aufs Komponieren von Filmmusik, die zum Teil auch auf Platten erschien: Inferno (1980), Nighthawks (1981). Die Solo-LP Honky (1981) enthielt überwiegend bei aller Brillanz altbacken tönendes Boogie-Material. 1991 bestellte der Filmproduzent Phil Carson bei Emerson den Soundtrack zu einem Lichtspiel, der von ELP einschließlich einer Neubearbeitung von Prokofieffs Romeo und Julia eingespielt werden sollte. Der Film wurde nie gedreht. Der Auftrag führte aber zu einem Comeback des Trios mit dem Album Black Moon (1992). Nach dessen Ende 1998 sortierte der Pianist seine oft fernab bespielten Tonbänder. Er fand dabei Kostbarkeiten wie seinen Tribut For Kevin an den früh verstorbenen Pianisten Kevin Gilbert und einen rasanten Boogie-Dialog mit dem Jazz-Genius Oscar Peterson: Honky Tonk Train Blues. Die Plattenfirma zeigte sich von einem Pianoporträt angetan und bot einen Platz im Katalog EMI Classics an: Keith Emerson Plays Keith Emerson (2002). Daneben betrieb er eine Wiedervereinigung seiner frühen, 1970 aufgelösten Band The Nice, die im Frühjahr 2002 zustande kam. Eines ihrer umjubelten Reunion-Konzerte wurde auf der CD Vivacitas – Live In Glasgow 2002 dokumentiert.
(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,
Copyright © 1973, 1975, 1990, 1998, 2008 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
Historische Diskografie
LPs:
Inferno (1980 Soundtrack)
Honky (1981)
Nighthawks (1981 Soundtrack)
Best Revenge (1983)
Best Of (1985)
Murderrock (1986 Soundtrack)
The Emerson Collection (1986)
Harmageddon/China Free Fall (1987 Soundtracks)
The Christmas Album (1988)
The Manhattan Collection (1988)
Keith Emerson Plays Keith Emerson (2002)
Vivacitas – Live In Glasgow 2002 At The Movies (2004)
Off The Shelf (2006)
Weitere LPs The Nice, Emerson, Lake & Palmer


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