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America

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America

Biografie

America , 1967 im englischen Bushey Park, Hertfordshire, gegründet, verkörperte den amerikanischen Traum in Rock-Dimensionen: den Aufstieg vom jobsuchenden Schüler zum Hitparaden-Anführer. Die Gruppenmitglieder Dewey Bunnell (voc, g), geboren am 19. Januar 1951 in Yorkshire, England, Gerry Beckley (voc, g), geb. am 12. September 1952 in Fort Worth, Texas, und Dan Peek (voc, g), geb. am 1. November 1950 in Panama City, wuchsen als Kinder von U.S. Air Force-Soldaten in England auf. Kurz nachdem sie sich zu einem Gitarrentrio zusammengetan hatten, erhielten sie durch Vermittlung des Discjockeys Jeff Dexter einen Vertrag mit der Plattenfirma Warner Brothers und konnten auch gleich ihre erste LP produzieren. Das Debütalbum und eine gesondert eingespielte Single ( A Horse With No Name) erreichten im Frühjahr 1972, bereits sechs Wochen nach der Veröffentlichung, die Spitzenplätze in den Hitparaden ihres Heimatlandes.

Der schnelle Erfolg von America bei den Rock-Interessierten ließ vermuten, wie sehr dort die aufgelöste Formation Crosby, Stills, Nash & Young vermisst wurde, deren Sound die drei Auslandsamerikaner mehr oder minder unbewusst mit Sorgfalt nachspielten. 1973 zog das Trio nach Kalifornien und wurde auf Empfehlung Neil Youngs von dessen Management-Firma betreut. Trotz all der Publicity, die America fortan genoss, konnte der Dreierbund kein dezidiertes Image aufbauen, das ihn vom Gros der anderen Soft Rock-Gruppen unterschied. Immerhin bröckelte das Konsumenteninteresse kaum ab; die Umsätze weiterer angenehm professionell gefertigter Alben blieben relativ konstant.

1977 verließ Dan Peek America, stellte als "wiedergeborener Christ" sein Soft Rock-Talent in den Dienst musikalischer Glaubensverkündigung und hatte ein Jahr später mit der Single All Things Are Possible einen US-Hit. Bunnell und Beckley machten als America weiter, veröffentlichten bis Mitte der achtziger Jahre Platten und spielten auf Tourneen, die sie auch in den neunziger Jahren noch regelmäßig unternahmen, ihre alten Hits. Einen Plattenvertrag erhielten sie erst 1994 wieder: Bei American Gramophone nahmen sie Hourglass auf, die gewohnte Mischung von Folk, Country und Pop. 1995 musizierten sie auf der Gala zum 35-jährigen Jubiläum der New Yorker Clubs Bitter End und unternahmen noch einmal eine Nordamerikatournee. Dann gaben sie endgültig auf. Ihr letztes reguläres Album erschien postum 1998 bei der kleinen Marke Oxygen: Human Nature.

(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,

Historische Diskografie

LPs:
America (1971)
Homecoming (1972)
Hat Trick (1973)
Holiday (1974)
Hearts (1975)
Hideaway (1976)
Harbor (1977)
Live (1977)
Silent Letter (1979)
Alibi (1980)
A View From The Ground (1982)
The Last Unicorn (1982 Soundtrack)
Your Move (1983)
Perspective (1984)
America In Concert (1985)
Hourglass (1994)
Human Nature (1998)
Holiday Harmony (2002)
The Great Cayman Concert (2003)

Zusammenstellungen (Auswahl):
History – America’s Greatest Hits (1975)
Encore:
More Greatest Hits (1991)
Highway – 30 Years of America (2000)

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