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TRAVIS

Travis

Biografie

Travis , 1990 im schottischen Glasgow gegründet, begannen als eine von vielen Mainstream-Rockbands auf den britischen Inseln. Ihre Songs waren weder innovativ noch besonders aufregend, aber "ihr melodienreicher Britpop bleibt in jeder besseren Mitsing-Gehirnzentrale für immer hängen" ("WOM Journal"). Der Popularität der "ganz unskandalösen Scotboys von nebenan" ("Visions") kam zugute, dass die vier Mitglieder sich zu keinem Zeitpunkt vom Ruhm verführen ließen. "Melody Maker": "Travis spielen die Wahrheit einfach so, wie sie sie sehen."

Unter dem Einfluss von Rock in der Machart Neil Youngs trafen sich Francis Healy (voc), Andy Dunlop (g), Neil Primrose (dr), um nur zum Spaß unter dem Namen Glass Onion mit zwei weiteren Musikern der Glasgower Bar King Tut's Wah Wah Hut aufzutreten. 1994 wurden Dunlop und Primrose gefeuert und durch Douglas Payne (bg) ersetzt. Nach Beendigung des Studiums an der Art School zogen die Musiker nach London um und begannen ernsthaft an Travis zu arbeiten. Noch im Herbst desselben Jahr brachten sie selbst ihre EP All I Wanna Do Is Rock heraus, deren Titel das Programm der Band kennzeichnete.

Andy McDonald von dem Gourmet-Label Go! Discs wurde auf Healys Fähigkeiten als Songwriter aufmerksam und verpflichtete die Band für sein Label. Aufgrund interner Streitigkeiten mit der Mutterfirma PolyGram wurde Go! Discs aufgelöst. McDonald präsentierte das in nur vier Tagen von Steve Lilywhite aufgenommene Travis-Debütalbum Good Feelings (1997) als erste Veröffentlichung seines neuen Labels Independente, was der Gruppe zunächst viel Neugier seitens der Medien einbrachte und die Platte auf Anhieb in die britischen Top Ten hievte. Der "New Musical Express" beurteilte die CD als "Debüt, das im Herzen des Rock 'n' Roll-Klassizismus wurzelt, aber auch eine gelungene Übung in der Kunst ist, spannende und einprägsame Pop-Songs zu schreiben". Laut "Sky Magazine" schufen Travis eine ideale Verquickung "von US-College Rock im Stil der Flaming Lips und den ersten Lautmeldungen der Faces".

Die Aufnahmen zum zweiten Album The Man Who (1999) zogen sich über viele Monate und durch sechs Studios. "Einfache Weisheiten wurden darauf besungen, in einer heimelig melancholischen Stimmung" ("Intro"). Das Album stieg zwar auf Platz fünf in die britischen Charts ein, rutschte aber schnell wieder ab. Gerade als ihr Stern zu verblassen begann, kam Travis der Zufall zu Hilfe. Die Band sang auf dem Glastonbury Festival den Song Why Does It Always Rain On Me?, als es heftig zu regnen begann. Der Titel beförderte ihre Popularität im ganzen Königreich in neue Höhen, und von dem Album wurden allein in Großbritannien über zwei Millionen Einheiten abgesetzt.

Die USA nahmen Travis Anfang 2000 im Vorprogramm von Oasis mit größtem Wohlwollen auf. Die Schotten befreiten sich vom gewaltigen Erwartungsdruck in ihrem Heimatland und nahmen ihr drittes Album The Invisible Band (2001) in Kalifornien auf. "Visions": "Ohne Anstrengung gelingt es ihnen, nach wie vor überzeugend das Bild von der krisenfreien, sympathischen Band aus Schottland zu vermitteln. Dabei legen sie überhaupt keinen Wert auf Image-Aspekte, stattdessen betonen sie mit dem Titel ihres neuen Albums die Vorteile der Invisible Band. Und es geht ihnen einzig und allein um Songs, Songs und Songs."

Mit 12 Memories (2003) und The Boy With No Name (2007) schlossen Travis nahtlos ans Erfolgskonzept ihrer bisherigen Alben an.

(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,

Historische Diskografie

LPs:
Good Feeling (1997)
The Man Who (1999)
The Invisible Band (2001)
12 Memories (2003)
The Boy With No Name (2007)
Ode To J. Smith (2008)

Zusammenstellung:
Singles (2004)

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