EASYBEATS
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Biografie
The Easybeats , damals im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, stellten sich 1964 in einer Jugendherberge des australischen Ortes Havana Village vor, brachten im März 1965 ihre erste Single For My Woman heraus und kamen bis 1968 in Australien neun Mal auf den ersten Bestsellerplatz. Little Stevie Wright (voc), geboren am 20. Dezember 1948 in Leeds, England, Dick Diamonde (bg), geb. am 28. Dezember 1947 in Hilversum, Holland, George Young (g, voc), Harry Vanda (g, voc) und der 1968 durch Tony Cahill ersetzte Gordon "Snowy" Fleet, geb. am 16. August 1945 in Bootle, England, waren sämtlich in Europa zur Welt gekommen und mit ihren Eltern nach Australien ausgewandert.
Im Juli 1966 flog das Quintett nach London, produzierte dort 15 Wochen lang die von der Zeitschrift "Good Times" später so genannte "Jahrhundert-Single" Friday On My Mind und erschloss sich mit diesem Stück den Welt-Musikmarkt. Eine Acht-Wochen-Tournee führte durch 20 Länder. Beatles-Manager Brian Epstein nahm die Gruppe unter Vertrag, United Artists-Präsident Michael Stewart schwärmte: "Derart hysterische Teenager-Begeisterung habe ich seit der Ankunft der Beatles nicht mehr erlebt." Doch die Begeisterung verebbte. Der am 22. März 1947 in Den Haag geborene Vanda, bürgerlich Vandenberg, und der am 6. November 1948 in Glasgow geborene Young, Autoren des Friday-Songs und anderer Easybeats-Kreationen ( Falling Off The Edge Of The World), schraubten ihren kompositorischen Standard so hoch, dass ihr Teen-Publikum nicht zu folgen vermochte. Ihre von sanfter Introduktion zu furiosen Spannungshöhepunkten gesteigerten Stücke, oft "mit einem Kinks-ähnlichen Crescendo-Chorus" (Lillian Roxon), wurden zwar von Gruppen wie Lemon Pipers, Buckinghams, Music Explosion, Los Bravos gern übernommen, in den Originalversionen aber immer seltener auf US-Platten veröffentlicht.
Mit einem Wechsel des Labels versuchte die Band 1969 den Popularitätsverfall aufzuhalten, aber vergeblich: Im November jenes Jahres löste sie sich auf. Vanda und Young gründeten in Australien eine Musikproduktion, starteten Stevie Wrights Solokarriere mit dem Hit-Album Hard Road (1975), halfen Youngs jüngeren Brüdern Angus und Malcolm bei der Konzeption von AC/DC und produzierten 1988 deren Hit Blow Up Your Video. Die beiden veröffentlichten ihre Kreationen unter Bandnamen wie Happy’s Whiskey Sour, The Marcus Hook Roll Band, Paintbox, Band of Hope sowie schließlich Flash & The Pan. Unter dem letzten Etikett brachten Vanda und Young zwischen 1979 und 1988 international respektierte Alben heraus. Wie umfassend und qualitativ hochwertig der Songausstoß der Vanda, Young, Wright & Co. zu Lebzeiten der Easybeats wirklich war, wurde im Schatten des Monster-Hits Friday On My Mind von der internationalen Pop-Presse damals kaum wahrgenommen. Die CD The Singles A’s & B’s (2005) von Repertoire Records korrigierte das Bild. Sie enthielt eine komplette Zusammenstellung aller Singles-Titel, die die Gruppe zwischen 1965 und 1970 auf Labels wie Ascot, Parlophone, United Artists und Polydor veröffentlicht hatte. "Ein wahrer Jammer", klagte Bernd Matheja in "Good Times", "dass – verglichen mit anderen Luschen jener Zeit – diese potente Combo im UK ganze zwei (!) Hits in die Charts hieven konnte."
(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,
Copyright © 1973, 1975, 1990, 1998, 2008 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
Historische Diskografie
LPs:
Easy (1965)
It’s Easy 2 (1966)
Volume 3 (1966)
Good Friday (1967)
Vigil (1968)
Friends (1970)
Holding On (1970)
Let’s Dance With … (1974)
The Shame Just Drained (1977)
Zusammenstellungen:
The Definitive Anthology (1996)
The Singles A’s & B’s (2005)
LP Stevie Wright:
Hard Road (1975)
LPs Flash & The Pan:
Flash And The Pan (1979)
Lights In The Night (1980)
Headlines (1982)
Pan-Orama (1983)
Early Morning Wake Up Call (1985)
Nights In France (1988)
Burning Up The Night (1992)
Zusammenstellung:
Flash Hits (1989)




