DEFTONES
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Biografie
Deftones , gegründet 1988 in Sacramento, Kalifornien, waren die personell beständigste und künstlerisch zuverlässigste aller Bands, die in der Nachfolge von Korn Hybride aus Heavy Metal, Punk und Hardcore hervorbrachten. Mit ihrem "energetischen Gebräu voller Wut, Angst und Nihilismus" ("DNAsix") wurden sie zum einflussreichsten Wegbereiter des Nu Metal.
Sänger Camillo "Chino" Moreno, geboren am 20. Juni 1970, Gitarrist Stephen "Stev" Carpenter, geb. am 3. August 1970, Bassist Chi Ling Dai Cheng, geb. am 15. Juli 1970, und Drummer Abraham Cunningham, geb. am 27. Juli 1973, kannten sich schon als Jugendliche, bevor sie beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Das Geld für ihre Ausrüstung bezogen sie aus einer großzügigen Entschädigung, die Carpenter erhielt, nachdem er von einem betrunkenen Lkw-Fahrer angefahren worden war. In Ermangelung einer veritablen Clubszene in ihrer Heimatstadt Sacramento waren sie von Anfang an gezwungen, auf Tour zu gehen.
So reisten sie vier Jahre lang als Support von Bands wie L7, Korn, Quicksand und den Bad Brains durch die Bay Area, nach Los Angeles und Reno. Sie produzierten eine Reihe von Demos, von denen eines Madonnas Label Maverick überzeugte, die Band unter Vertrag zu nehmen. Ihr erstes Album Adrenaline (1995) wurde von Starproduzent Terry Date betreut, der das sich aus der Kombination von Alternative und Metal ergebende Potenzial kongenial bündelte. Vom ersten Album an bestand das besondere Kennzeichen der Deftones in einer geschickten Verzahnung kompromissloser Härte und sensibel eingeflochtener melodischer Fäden, speziell im Gesang und auf der Gitarre, sowie einer dynamischen Balance von Brutalität und Erotik.
Ohne jedwede Unterstützung seitens der Medien verkaufte sich das Album 500000-mal, und die Band ging für zwei Jahre auf Tour. Ihr zweites Album Around The Fur (1997) bekräftigte ihren Ruf als attraktivste Einheit des alternativen Heavy Metal. Mit dem fünften Bandmitglied, Turntabelist Frank Delgado, geb. am 29. November 1970, hatte die Band ihr expressives Spektrum ausgeweitet. Geadelt wurde die CD durch eine Gast-Performance von Sepultura-Gitarrist Max Cavalera. Die Deftones schalteten inzwischen feinfühliger von laut auf leise um und griffen auf ein umfangreiches Sound-Archiv zurück. 1999 wurde dem Quintett auf einem Festival seine gesamte Anlage gestohlen. Für "die Band, die sich mit jedem ihrer Werke neu definierte" ("Visions"), war das Anlass genug, auf ihrem dritten Album White Pony noch mehr mit Sounds und Stimmungen zu experimentieren.
Die mannigfaltigen Erfahrungen, die die Band in ihrer langen Geschichte gesammelt hatte, kulminierten 2003 auf ihrem bis dato vielseitigsten Album Deftones. 2006 legte die Band das Album Saturday Night Wrist nach. Am 4. November 2008 hatte Chi Cheng einen Autounfall, aufgrund dessen er für über ein Jahr ins Koma fiel. Anfang 2009 übernahm seinen Posten interimsweise Sergio Vega von Quicksand.
(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,
Copyright © 1973, 1975, 1990, 1998, 2008 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
Historische Diskografie
LPs:
Adrenaline (1995)
Around The Fur (1997)
White Pony (2000)
Deftones (2003)
Saturday Night Wrist (2006)
Diamond Eyes (2010)
Zusammenstellung:
B-Sides And Rarities (2005)


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