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Ashford & Simpson

Ashford & Simpson

Biografie

Ashford & Simpson waren "ein klassisches Duo" auf der schwarzen Pop-Szene, das im "charismatischen Stil exzellente Texte" zu "außergewöhnlicher Musik in nahezu perfektem Vortrag darbot" ("Billboard"). Dabei ließen sich Nickolas Ashford, am 4. Mai 1943 in Fairfield, South Carolina, geboren, und Valerie Simpson, am 26. August 1948 in der New Yorker Bronx geboren, nicht sonderlich von den wechselnden Modeströmungen in der schwarzen Unterhaltungsmusik der letzten Dekaden beeinflussen. Stattdessen vertrauten sie eher auf die gerühmte Kraft ihres Songmaterials.

Der College-Dropout und die Musikstudentin lernten sich 1964 in Harlem kennen und begannen gemeinsam Songs zu schreiben. Ihre erste Erfolgskomposition war Let’s Go Get Stoned, 1966 ein Hit für Ray Charles. Danach verdingten sie sich als Hausautoren bei Berry Gordys Motown Records und schrieben in der Folgezeit einige Standards der Soulmusik wie Ain’t No Mountain High Enough, Ain’t Nothing Like The Real Thing für Marvin Gaye und Tammi Terrell oder Reach Out And Touch (Somebody’s Hand) für Diana Ross. Obwohl Valerie Simpson zwei Solo-LPs aufnehmen konnte, war Motown an Plattenaufnahmen mit ihrem Partner nicht interessiert. Deshalb verließ das Paar 1972 die Firma seiner ersten Erfolge und etablierte sich beim Warner-Konzern als erfolgreiches Vokalduo mit den Hits So So Satisfied, Is It Still Good To Ya, Get Out Your Handkerchief.

Ashford und Simpson, die 1974 heirateten, setzten ihre Erfolgsserie später bei Capitol mit Solid, Count Your Blessings fort. Ihr Œuvre zelebrierte vornehmlich die bittersüßen Freuden ehelicher Zweisamkeit und war nicht frei von einer "grundsätzlichen Intoleranz" ("Village Voice") gegenüber Singles. "Die Unehrlichkeit ihrer verführerisch idealistischen Songs liegt in dem Versprechen, dass der strahlende Glanz junger Liebe für Jahrzehnte halten wird", rügte der "New Musical Express" die Turtelgesänge des Veteranenpaares, die eher wie "cremige Schlummerdrinks" mundeten und die Zuhörer "ergeben in luxuriöse vorstädtische Sensibilitäten gleiten" ließen.

Dennoch hatte das Duo, das bis in die neunziger Jahren gelegentlich noch Platten veröffentlichte, einen legitimen Platz in der schwarzen Populärkultur: "Ashford & Simpsons Liebeslieder spiegeln präzise die emotionalen Sehnsüchte der Afroamerikaner in der Aufstiegsphase der letzten Jahrzehnte wider, wie Gil Scott-Heron nach wie vor ihre Gewissensqualen und ihren Zorn artikuliert" ("Melody Maker").

Am 22. August 2011 erlag Ashford in New York einer Erkrankung an Kehlkopfkrebs.

(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,

Historische Diskografie

LPs:
Keep It Comin’ (1973)
Gimme Something Real (1974)
I Wanna Be Selfish (1974)
Come As You Are (1976)
Send It (1977)
So So Satisfied (1977)
Is It Still Good To Ya? (1978)
Stay Free (1979)
A Musical Affair (1980)
Performance (1981)
Street Opera (1982)
High Rise (1983)
Solid (1984)
Real Love (1987)
Love Or Physical (1989)
Gospel According To Ashford & Simpson (1996)

Zusammenstellung:
The Best Of Ashford & Simpson (1999)
LPs Valerie Simpson:
Exposed! (1971)
Valerie Simpson (1972)
Keep (1977)

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