apocalyptica
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Toppinnen, Eicca
Violoncello
Komponist
Bearbeiter
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Lotjonen, Paavo
Violoncello
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Lilja, Max
Violoncello
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Manninen, Antero
Violoncello
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Kivilaakso, Perttu
Violoncello
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Siren, Mikko
Schlagzeug
apocalyptica
Nur wer von Musik weniger als eine Ahnung hat, bezeichnet das Cello als ein Instrument, das im Schatten der Geiger ein ruhmloses Begleiterdasein fristen müsse, welches vom trostlosen Mangel an überzeugenden Solo-Kompositionen nur noch verstärkt würde. Und für alle, die ein Cello doch von einer Triangel unterscheiden können: Das Cello gilt als der Inbegriff klanggewordener Melancholie. Selbstredend, dass sämtliche Komponisten, die ihr Genie irgendwo zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt verorten zu können glaubten, sich in ihrem Leben wenigstens einmal an einem Cello-Werk versucht haben - siehe Udo Lindenberg. Das gilt auch für den wohl größten finnischen Komponisten aller Zeiten, Jean Sibelius. Ob direkt von ihm und durch ihn beeinflusst oder nicht, lernten sich die vier Mitglieder des Cello-Quartetts Apocalyptica 1993 in der nach ihm benannten Musik-Akademie in Helsinki kennen. Als die vier sich ihrer gemeinsamen Vorliebe für die Musik von Bands wie Sepultura, Slayer und Metallica bewusst wurden, war die Gründung einer Band nur noch Formsache. In immer wieder neuen Anläufen versuchten sich die vier an Celli-Interpretationen und -Adaptionen ihrer favorisierten Metal-Songs. Und 1996 war die Zeit reif für die Veröffentlichung des ersten Albums mit dem Titel Apocalytica plays Metallica by Four Cellos. Vor dem Hintergrund des populären Zenits einer der erfolgreichsten Metalbands des 20. Jahrhunderts keine ganz unkluge Entscheidung - im Windschatten fährt es sich leichter.
Fast eine Million verkaufte Exemplare weltweit sowie ein Publikum, dass sich vom Metallica-Maniac bis zum Pablo Casals-Fan durch so ziemlich alle Musikhörer-Kategorien zieht, machten den vier Finnen Mut. Und auf dem 1998 erschienenen zweiten Werk Inquisition Symphony bedienten sie sich schon der Musik verschiedener Metal-Bands. Die inzwischen als etabliert geltende Vierer-Formation fand sich nicht sehr viel später in der für die Musikindustrie obligaten Tretmühle: Album, PR, Konzerte, PR, Festivals, PR. In der Folge gab es innerhalb des Quartetts erste Umbesetzungen und für ihren Album-Hattrick Cult verwendete die Band erstmalig auch Klänge, die keinem Cello der Welt zu entlocken sind. Die Öffnung des relativ starren Konzeptes "Vier Celli spielen Metal-Songs" brachte es dann auch mit sich, dass immer häufiger mit anderen Musikern, vornehmlich Sängerinnen, kollaboriert wurde. Ob Die Happy, Him oder die Guano Apes - sie alle stellten ihre Frontfrauen für einen Job bei Apocalyptica frei.
2003 und nach dem Ausstieg von Gründungsmitglied Mix Lilja veröffentlichte die Band das Album Reflections, das erstmalig vollständig aus Eigenkompositionen besteht. Der schon auf dem letzten Album zu vernehmende Hang zum Percussiven wird durch die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Slayer-Schlagzeuger Dave Lombardo auf Reflections noch weiter ausgereizt. Für das im Jahr 2005 veröffentlichte Apocalyptica lässt sich die Fusion aus Celli-Klängen und Metal-Getrommel schon als Stilmittel bezeichnen. Nicht von ungefähr hat das Ensemble die Truppe um einen festen Trommler und Percussionisten aufgestockt. Apocalyptica now!




