USHER
USHER
R&B-Superstar Usher bleibt auf ewig das jung gebliebene Goldkehlchen. Er kann tanzen wie kein zweiter und streitet sich gern zum Spaß mit Justin Timberlake, wer den King Of Pop Mi- chael Jackson beehren darf. Ihm gelingt die Genre-Verbindung von R&B und Crossover Pop. Wenn er nicht musiziert, schauspielert das Multitalent. Usher Raymond ist der Schwarm aller Frauen: Mit seinem ewig jugendlichen Aussehen nimmt man ihm sofort die Schlafzimmer-Hits wie Nice & Slow, You Make Me Wanna... und zuletzt die Klingelton-Fanfare Yeah! ab.
Das charmante Babyface
Usher Raymond IV, geboren am 14. Oktober 1978 in Chattanooga, Tennessee, Spitzname "Big Ush" hat offensichtlich eine spirituelle Kindheit: Seine Mutter Jonetta Patton leitet den Kirchenchor und Usher singt dort das erste mal mit sechs Jahren. Mit zwölf zieht die alleinerziehende Mutter mit Usher und seinem Bruder nach Atlanta. Sie wird ihn zu allen Castings begleiten, wird später seine Vollzeit-Managerin, aber auch seine "beste Freundin", wie Usher sagt. Unterstützung braucht er auch, denn schon in jungen Jahren ist er im Geschäft: Auch er ist ein Kind des "Star Search"-Castings, da ist er gerade mal 13. Ein Jahr später wird er R&B- Produzent und Labelinhaber Antonio "LA" Reid vorgestellt. Der ist bei LaFace Records maßgeblich am Aufbau von R&B-Stars wie TLC und Toni Braxton beteiligt. Raymond erhält, so gehen die Gerüchte, auf der Stelle einen Plattenvertrag. Das gleichnamige Debütalbum des Pubertierenden erscheint 1994 unter Mitwirken von Sean "Puff Daddy" Combs. Es erreicht immerhin Gold-Status und verschafft ihm einen weiteren Arbeitgeber: Er singt Werbe-Jingles für Coca-Cola und im Zuge dessen auch 1996 die Olympiahymne.
Nachdem Usher ordentlich die High School abgeschlossen hat, macht er sich an sein zweites Album My Way. Veröffentlicht im Herbst 1997 zu seinem 19. Geburtstag, katapultiert es ihn an die Spitze der Charts. Beteiligt sind die produzierenden Hitgaranten Jermaine Dupri, Babyface und LA Reid. Drei Singles You Make Me Wanna..., Nice & Slow und My Way er- halten Platinum-Status, die vierte Single wird seine erste Nummer eins der Pop-Charts. Vor allem Nice & Slow hat es in sich: Aufmerksamkeit erregt das romantische Video von Regisseur Hype Williams, in Paris gedreht. Anscheinend ist Film auch Ushers zweites Standbein, denn seit 1998 verfolgt er parallel eine Karriere als Schauspieler. Unter anderem war er in dem High School- Horror "Faculty - Trau keinem Lehrer", der Komödie "Eine wie keine" und der TV- Serie "Twilight Zone" zu sehen. Nebenher veröffentlicht er natürlich weiter: Auf das Konzertalbum Live 1999 folgt schließlich seine Zusammenarbeit mit The Neptunes 2001 unter dem Titel 8701. Der Name leitet sich aus den Jahreszahlen 1987 ab, als Usher Raymond das erste mal auf der Bühne steht, und dem Jahr 2001 für die Jetztzeit. Sein richtiger Knaller aber folgt im Jahr 2004 mit dem vierten Album Confessions, das ihm einen Grammy beschert. Darauf enthalten ist die Killer-Single Yeah!, die auch in dem neuen Genre der Klingeltöne punkten kann. Der Dance Pop-Track, produziert von Lil Jon mit Gastsänger Ludacris, wird ein voller Erfolg sowohl im Radio als auch in den Clubs.
Alles läuft rund für den R&B-Superstar, wäre da nicht diese kleine neckische Fehde mit Konkurrent Justin Timberlake: Usher Raymond IV behauptet, dass er besser tanzen kann als Justin. Dabei geht es um mehr, nämlich wer Michael Jackson beerbt. Dazu führt Usher in Interviews lediglich ins Feld, dass er geschmeidiger mit der trainierten Hüfte wippe. Dass der Streit zwischen den beiden nicht ganz ernst gemeint war, zeigt ihre Kollaboration: Die rasante von den Neptunes produzierte R&B-Nummer If I Want To. Auf das im Mai 2008 veröffentlichte fünfte Studioalbum - Here I Stand, das in die Top 10 der deutschen Longplay Charts einsteigt, folgt im März 2010 das momentan aktuellste Werk des R'n'B-Künstlers - Raymond v Raymond. Die dritte Singleauskopplung des Longplayers - DJ Got Us Fallin' In Love - schafft es in Deutschland, England und den USA in die Top 10. Mal sehen, was das nächste Goldstück bringt ...




