Silbermond
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Nowak, Andreas
Schlagzeug -
*30.12.1982
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Stolle, Johannes
Bass -
*23.06.1982
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Stolle, Thomas
Gitarre -
*23.09.1983
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Kloß, Stefanie
Gesang -
*31.10.1984
Silbermond
Ihre Melodien bleiben und ihre Texte sind vor allem für die Jüngeren gut zu verstehen: Silbermond poprocken.
Zeit für Optimisten
Es beginnt eigentlich alles wie bei jeder zweiten Band aus der Provinz: Im Städtchen Bautzen in der Oberlausitz - bekannt für Senf und Stasi-Knast - spielen drei junge Männer in der Band des Musikprojektes "Ten Sing". Im dazugehörigen Chor singt eine junge Frau. Und bald schon spielen die Vier gemeinsam - zunächst Coverversionen meist englischer Hits. Doch die eigenen Songs entstehen schon bald nach dieser Bandgründung im Jahr 2000. Jast nennt sich das Quartett, und mit den englischen Texten von Sängerin Stefanie Kloß und den eingängigen Melodien, die meist auf Initiative des Gitarristen Thomas Stolle im Bandkollektiv erarbeitet werden, machen ziemlich schnell Furore in der Region. Sie gewinnen Bandwettbewerbe, die Namen wie z.B. "Soundcheck" tragen. Das ist ja alles ganz schön, nur: Normalerweise endet so eine Bandbiografie dann auch, weil vielleicht nach dem Abi dann doch Studium oder so was wichtiger werden.
Silbermond, zu denen auch Gitarristen-Bruder und Bassist Johannes Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak gehören, meinen es irgendwie ernsterer. Allmählich schleichen sich die ersten deutschsprachigen Texte ein, und schon im Mai 2002 tauchen sie in Verbindung mit einem bekannten Namen auf: Sie spielen im Vorprogramm der DDR-Rocklegende Puhdys. Es folgen weitere, folgenschwere Wochen: Im Juni des Jahres nennen sie sich in Silbermond um und Anfang Juli spielen sie auf der Party eines Radiosenders vor 10.000 Menschen in Leipzig. Allmählich wird die Musikindustrie aufmerksam, und nach weiterem vielen Touren beginnt die Band im Herbst 2003 mit den Produzenten von unter anderem Alphaville mit den Aufnahmen ihres Debüt-Albums.
Im Juli 2004 schließlich erscheint das Debüt-Album Verschwende deine Zeit. Es ist voller Poprock-Songs mit eingängigen Melodien, und die Texte von Stefanie Kloß sind so typisch Jungmädchen-Lyrik, dass Songs wie Mach's Dir selbst, Durch die Nacht und die Ballade Symphonie sofort ihr Publikum im Teen-Alter finden. Alten Gewohnheiten bleibt das Quartett trotz aller Veränderungen treu: Wenn man auch größtenteils längst in Berlin als Popstar lebt, das viele Touren kann die Band nicht lassen. Alleine 2004 steht sie 170 mal auf der Bühne. Das zahlt sich aus: Im Januar 2005 erreicht das Album den Status Doppel-Platin.
Nun will die Band mehr, und sie erreicht es. Im Jahr 2006 erscheint das zweite Album Laut gedacht. Mit ihm gelingt Silbermond ein Coup: Sowohl das Großformat als auch die Single "Das Beste" schaffen den Sprung von Null auf Eins in den deutschen Charts. Abermals gehen Stefanie Kloß und die Jungs auf ausgedehnte Tour.
Erst nach all diesen Erfolgen gönnt sich die Band eine Ruhepause. Es soll zu ihrem Schaden nicht sein. Denn im Frühjahr 2009 melden sich Silbermond zurück: Das Album Nichts passiert stellt in seiner musikalischen Offenheit die bisher reifste Leistung des Quartetts dar.




