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Schneider,Helge

Geburtstag:

30.08.1955
Geburtsort:

Mülheim an der Ruhr, Deutschland
Instrument:

Gesang
Klavier
Komponist
Ähnliche Künstler:

Schneider,Helge & Firefuckers,



Schneider,Helge

Ob als Jazz-Instrumentalist, Quatschmacher, Buchautor, Hörspiel-Verfasser oder Filmemacher, über Helge Schneider muss man immer lachen. Der Einfachheit halber nennt er sich deshalb selbst: "Die singende Herrentorte".

Mülheim an der Ruhr bringt die großen Sonderlinge hervor - mit Christoph Schlingensief den Quersummen ziehenden Theater-Diagnostiker, mit Bohren & der Club of Gore eine die Rockmusik im Moment kurz vorm Auseinanderfallen festhaltende Band und mit Helge Schneider die "Singende Herrentorte". Den Namen hat sich Schneider selbst einfallen lassen, um den Medien etwas anderes vorzuschlagen als das monotone "Kabarettist", das ihm zu Beginn der 80er Jahre angesichts seiner ersten humorgespickten Programme entgegenschlägt. Das Bild von der Torte trifft Schneiders Gesamtprogramm - es ist bunt, fettig, ein Genuss und kann auch mal schwer im Magen liegen. Geboren 1955, spielt Helge schon als kleines Kind Klavier und Cello. Nach Schulabbruch und diversen Gelegenheitsjobs und Lehren, von denen er nur die zum Gärtner beendet, entschließt er sich 1977 endgültig, nur noch in Musik und Unterhaltung zu machen. Neben seiner großen Begabung zum Nonsens ist der Jazz die zweite Konstante in dem ganzen Wirrwarr, das sich seit diesem Entschluss auszubreiten beginnt. Er gründet eigene Bands, spielt bei "Bröselmaschine" und "Tyree Glenn Jr." und komponiert Filmmusik u.a. für den bereits erwähnten Schlingensief. Im Jahr 1984 beginnt er, womit er später bei einem großen Publikum bekannt werden soll - bunte Shows aus musikalischer Virtuosität und Quatsch. Sein erstes Album heißt im Jahr 1989 Seine größten Erfolge, und sie hilft dabei, die Mundpropaganda von den Shows dieses Durchgeknallten zu beschleunigen.

Notlösung "Singende Herrentorte"

Der Mann besitzt einfach zu viele Talente, und im Laufe seiner um die 30 Jahre andauernden Karriere als Entertainer gibt er keines davon auf. Mit fünf Jahren schreibt er bereits sein erstes Lied Texas, danach folgen Interessen an ungezählten Musikinstrumenten, Nonsens und Unterhaltung, Literatur, Hörspiel und Film. In den einzelnen Spezial-Szenen, vor allem im Jazz, ist Schneider deshalb längst eine Größe, als er sich in den Neunziger Jahren zu einem Popstar mausert - die Hits Katzeklo und Fitze, Fitze, Fatze helfen dabei.

Snyder hält die Welt in Atem

Die Hallen werden größer, in denen Schneider nun auftritt, und irgendwann ist es nur logisch, dass er 1994 mit dem Lied Katzeklo einen Riesen-Charthit feiert. Von da an ist Schneider unterwegs - und kann frei wählen, ob er mit Hardcore ein Trio bildet, mit den Firefuckers Rock spielt oder lieber Solo-Programme am Piano gibt. Die Leute werden kommen, denn längst hat sich herumgesprochen, dass der Virtuose an Gitarre, Piano, Vibrafon, Schlagzeug und etlichen weiteren Instrumenten extreme Unterhaltung bietet. Aus seinem ebenso reichhaltigen Veröffentlichungs-Trieb seien das Album Guten Tach und die unverzichtbare Hörspiel-CD Hörspiele extra lobend erwähnt. Zudem schreibt Hörspiele Bücher wie "Zieh dich aus, du alte Hippe" und Globus Die - vom Nordpol bis Patagonien und dreht seit 1993 die Filme "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem", "Praxis Dr. Hasenbein" und "Jazzclub - der frühe Vogel fängt den Wurm". Es bleibt also nur die Frage offen, wann sich dieser Mann seinen Hobbys "Traktoren", "Gesundheitsschuhe" und "Fernseh gucken" widmen kann.