Start | Quinn,Freddy | Biografie & Steckbrief

Quinn,Freddy

Geburtstag:

27.01.1931
Geburtsort:

Wien, Österreich
Instrument:

Gesang
Ähnliche Künstler:

Alexander,Peter



Vorbilder:

Albers,Hans

Nachfolger:

Hinterseer,Hansi

Quinn,Freddy

Freddy Quinn sagt: ?Jeder Künstler hat Träume, die nie wahr werden. Doch ich bin mehr Realist und halte mich meist an Dinge, die im Bereich des Möglichen liegen. Bei meinen Liedern ebenso, wie bei meinen Rollen oder als Moderator im Fernsehen.? Wer wollte ihm da widersprechen?

Der Hoffnungssong

Freddy Quinn heißt eigentlich Manfred und geboren wird er am 27. September 1931 in Wien, als Sohn eines Kaufmanns und einer Journalistin. Man sagt, er habe von frühester Jugend an ein bewegtes Wanderleben geführt und sich verschiedenen Zirkussen angeschlossen. Die Sehnsucht nach Ferne ? dieses beißende Fernweh ? und der Wunsch, immer in Bewegung zu bleiben, diese Dinge werden Quinn sein ganzes Leben begleiten, nicht zuletzt in seinen Texten. Bis heute ist das so. Seine Musikerlaufbahn beginnt verhältnismäßig früh. Quinn ist neunzehn, da hat er bereits erste Engagements als Sänger in verschiedenen Hamburger Bars. Einen 1. Preis hält er schon ein Jahr später in den Händen: Er hat den Sängerwettstreit in Belfast gewonnen. Ab 1954 beginnt Quinn mit Schallplattenaufnahmen. Zuerst sind es vor allem Seemannslieder ? für diese Art Song liebt man ihn noch heute ?, später werden sich darunter einige Countrysongs mischen. Parallel zur Musikerkarriere beginnt er an seinem Ausdrucksvermögen zu arbeiten. Er nimmt Gesangs- und Schauspielunterricht. Er wird das nicht bereuen. Das Jahr, in dem es Quinn wegen heißen wird, ?ein neuer Stern sei am deutschen Musikhimmel aufgegangen?, ist das Jahr 1956, das Jahr des Liedes Heimweh. Deutschlands Nachkriegsgeneration ist begeistert. Es ist ein versöhnendes, hoffnungsvolles Lied. 38 Wochen lang platziert sich der Song in den Charts. Und hat Erfolg auch in den Benelux-Staaten, in Österreich und der Schweiz. Quinn bekommt seine erste goldene Schallplatte.

Zirkus und Film

Er setzt nach und nimmt weitere Schallplatten auf, darunter viele Erfolge. Die Tonträger heißen Heimatlos (1958); Die Gitarre und das Meer (1959); Unter fremden Sternen (1960); La Paloma (1962) und natürlich Junge, komm bald wieder (1965). Man übertreibt nicht, wenn man sagt, dass Junge, komm bald wieder noch heute in der Lage ist, viele (ältere) Menschen zu Tränen zu rühren. Es ist ein Evergreen absoluter Rührseligkeit. Quinns tiefe, immer etwas verlorene Stimme trägt einiges zur Aura des Stückes bei. Die Musik allein genügt dem ruhelosen Geist aber nicht. Er will endlich zum Film und schafft das auch. Seinen ersten Auftritt hat er in ?Die große Chance?. Und schon zwei Jahre später spielt er eine der Hauptrollen in ?Die Gitarre und das Meer?. Der Film erhält den Preis ?Bambi? ? es ist der erfolgreichste Film des Jahres.

Turbulent sind auch die nächsten zwanzig Jahre. Quinn spielt in Musicals, in ?Heimweh nach St. Pauli? (1962), ?Der Junge von St. Pauli? (1970) und in ?Große Freiheit Nr. 7? (1984). Er präsentiert Fernsehshows, in denen sich seine alte große Liebe vom Zirkus Gewicht verleiht. So moderiert er etwa die Sendung ?Artistencocktails? (1980), unterhält die Zuschauer in der Reihe ?Manegen der Welt? und moderiert 1981 ?Zirkus, Zirkus?. Legendär sind auch die Hochseilauftritte des Künstlers. Ihre Besonderheit: Quinn singt, während er über das Seil tanzt. Ferner gibt er ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall, das ein voller Erfolg wird. Spätestens seit den 90ern ist es etwas ruhiger um den Mann geworden. Obwohl er freilich bis heute nicht vom Rampenlicht lassen kann, wie man zuletzt an der 2005er Tournee durch Österreich, die Schweiz und Deutschland sehen konnte. Dem Gerücht, dass er schwul sei, hat der Künstler bis zum heutigen Tage übrigens hartnäckig widersprochen. Um diese ?Wahrheit? müssen sich scheint?s andere bemühen.