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Madness

Genre:

Ska
Bandmitglieder:

  • Nason,Steven
    Orgel
    Piano
    Keybord
  • Barson, Michael
    Piano
  • *21.04.1958
  • Bedford,Mark William
    Bass
  • *24.08.1961
  • Dammers, Jerry
  • *22.05.1954
  • Foreman,Christopher John
    Gitarre
  • *08.08.1958
  • Thomas, Bruce
    Bass
  • Thompson,Lee Jay
    Saxophon
  • *05.10.1957
  • Woodgate,Daniel Mark
    Schlagzeug
  • *19.10.1960
  • McPherson,Graham
    Gesang
  • *13.01.1961
  • Smyth,Cathal Joseph Patrick
    Gesang
    Trompete
  • *14.01.1959

Madness

Das durch und durch englische Phänomen Madness wurde schon 1976 gegründet. Wie auch die Specials, auf deren Label Madness ihre ersten Songs veröffentlichen, so ist die Band um die Gründungsmitglieder Mike Barson, Chris Foreman und Lee Thompson ein Kind der zu diesem Zeitpunkt in England stattfindenden Ska- und Reggae-Revival-Welle. Damals nennen sie sich noch The North London Invaders, als sie aber auf einer Party Graham McPherson und Carl Smythe kennenlernen, und nur ein weiteres Jahr später Mark Bedford und Dan Woodgate für die Band gewinnen können, benennen sie sich nach einem Song eines ihrer großen Vorbilder: ?Madness? von Prince Buster. Nach ersten Single-Erfolgen, wie z.B. dem ebenso so Prince Buster gewidmeten ?The Prince?, veröffentlichen die Verrückten ihr Debut-Album. ?One Step Beyond?, eine musikalische Achterbahnfahrt, die dem Bandnamen alle Ehre macht und sich ein Jahr alng in den britischen Charts hält, machen Madness europaweit bekannt. Man dankt es der Band mit Platin. Es folgen Label-Wechsel und die Veröffentlichung weiterer hoch erfolgreicher Alben.

Dass die Scheiben ?Absolutely? und ?7? vor allem in England einen so durchschlagenden Erfolg haben, ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, das die Madness-Normalos der englischen Seele aus dem Herzen zu sprechen scheinen. Ein anderer Punkt dürfte der Einsatz ihrer lustigen Videos sowohl bei MTV als auch auf diversen BBC-Programmen sein. Ihren aller größten Hit landet die Band dann mit der 1982 veröffentlichten Single ?Our House?, mit Hilfe dessen sie sich auch erstmalig in den amerikanischen Charts und zwar gleich unter den besten 10 platzieren können. Diese Auskoppelung aus dem Album ?Rise And Fall? allerdings sollte der letzte veritable Madness-Hit werden. Zwar können sich die Engländer in ihrer Heimat einer breiten Fangemeinde und deren Unterstützung sicher sein ? für den Rest Kontinental-Europas allerdings gilt das nicht.

Ende 1983 nimmt einer der musikalisch Hauptverantwortlichen bei Madness, Mike Barson, seinen Hut und damit der Band die Möglichkeit, in absehbarer Zeit wieder hittechnisch zuschlagen zu können. Daran ändert auch die Gründung eines eigenen Labels nichts, das sich letzten Endes als finanzielles Desaster entpuppt. Nach dem 1985 veröffentlichten Werk ?Mad Not Mad? wird es erst einmal ruhig, bevor die Band 1986 und ganz offiziell temporär auf Eis gelegt wird. Erst 1988 erscheint neues Material der Truppe, die sich - nun mit Artikel - The Madness nennt. Zwar kann an den Erfolg alter Tage kaum angeknüpft werden, dafür aber kriegen die beiden Gründungsmitglieder Thompson und Foreman wieder richtig Lust und veröffentlichen unter dem Namen Nutty Boys das vielbeachtete Album ?Crunch?. Die zeit scheint reif für ein regelrechtes Madness Comeback, anstelle dessen aber organisiert die Band ein Massenspektakel, das 1992 und unter der Etikette ?Madstock? in die geschichte eingehen sollte. Das Festival im Londoner Finsbury Park ist dermaßen erfolgreich, das daraus nicht nur ein auf CD veröffentlichter Live-Mitschnitt mit Chart-Garantie geschustert wird ? Madstock findet in den 1990-er Jahren insgesamt dreimal statt. Und 1996 erscheint erstmalig seit mehr als 10 Jahren ein Madness-Studio-Album.

Madness, denen man im heimischen Großbritannien gar ein ganzes Musical widmet, überraschen 2005 mit der Nachricht, einen neuen Plattenvertrag abgeschlossen zu haben. Noch im August desselben Jahres erscheint ?The Dangermen Sessions? und geht weg, wie lange Blättchen auf Jamaica.