LED ZEPPELIN
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Page, Jimmy
Gitarre
Komponist
Arrangeur -
*09.01.1944
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Jones, John Paul
Bass -
*03.01.1946
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Bonham, John
Schlagzeug -
*31.05.1948
+25.09.1980
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Plant, Robert
Gesang
Textdichter
Mundharmonika -
*20.08.1948
LED ZEPPELIN
Led Zeppelin haben Heavy Metal nicht erfunden, sie waren Heavy Metal. Das fing weder bei ihrem Namen an, noch hörte es mit ihrer Verweigerung gegenüber traditionellen Gepflogenheiten des so genannten etablierten Musikbusiness auf. Sie gaben keine Interviews, veröffentlichten keine Singles und konzentrierten sich auf Songs im Albumformat und weltumspannende legendäre Live-Konzerte. Die Musikpresse hasste sie. Was nicht immer so war. So um 1967 herum sollte Jimmy Page die Nachfolge von Jeff Beck bei den Yardbirds antreten, bei denen sich zuvor auch schon Eric Clapton die Finger wund gegniedelt hatte. Ein Jahr später jedoch bestand die Band nur noch aus Page. Bis auf ihn hatten sämtliche andere Mitglieder das Handtuch geschmissen - Page hatte zwar die Namensrechte, aber auch diverse Verpflichtungen, die es unter der Yardbirds-Etikette zu erfüllen galt. Er brauchte eine Band. Den Bass sollte John Paul Jones bedienen, den er als Arrangeur von Streichern bei Studioaufnahmen kennen und schätzen gelernt hatte. Sänger und Schlagzeuger hörte er sich auf Empfehlung hin an und warb dann um Robert Plant und John Bonham, die früher schon einmal zusammen in einer Band gewirkt hatten.
Noch unter dem Label "The New Yardbirds" erfüllten Page und Co sämtliche ausstehende Verpflichtungen. Dann gingen sie ins Studio und nahmen ihr Debut in unter 30 Stunden auf. In der 31. Stunde suchten sie sich einen neuen Namen. Und nur wenig später sicherten sie sich einen Vertrag bei der Ertegun-Firma Atlantic. Ihr selbstbetiteltes Debut erschien Anfang 1969, nachdem die Band ein paar "Kennenlern-Konzerte" in den USA absolviert hatten. Zwei Monate später war das Album in den Top-Ten der amerikanischen LP-Charts. Für "I" verzichteten Led Zeppelin auf PR-Gags, lehnten Interviews dankend und ab und konzentrierten sich auf das, was auch ihnen am liebsten war. Megalomanische Konzertabende von bis zu 5 Stunden Länge für um die 80.000 Zuschauer auf die Beine zu stellen. Auf diese Weise verbrachten sie das gesamte Jahr 1969. Zwischendurch fanden sie immerhin ein paar Stunden Zeit (mehr brauchten die ja nicht) für die Aufnahmen zum Nachfolge-Album. Schlichterweise "II" betitelt, erschien es noch im Oktober 1969 und entpuppte sich als Senkrechtstarter. Zenit dieses Höhenfluges war die über sieben Wochen währende Okkupierung der Pole-Position in den amerikanischen Album-Charts. Es folgte ein weiteres Jahr voller Tourneen, die den Musikern wieder einmal gerade genug Zeit ließen, um ihren als "III" betitelten Album-Hattrick auf den Markt zu bringen. Die unüberhörbare akustisch Liebäugelei mit Einflüssen und Elementen traditioneller Folklore wurde auf ihrem vierten Album mit dem Titel "IV" noch sehr viel deutlicher und ausgeprägter. Das meist verkaufte Album Led Zeppelins war es aber sicherlich auch wegen eines Songs, der wie alle anderen Led Zeppelin-Stücke nicht als Single erschien, trotzdem aber wie eine behandelt wurde: "Stairways to Heaven".
Led Zeppelin gingen auch mit diesen Alben im Gepäck auf Tour, allerdings nicht ganz so intensiv. Stattdessen spielten sie in noch größeren Stadien. Nach einem nicht wirklich langen Rückzug, begannen Led Zeppelin das Jahr 1973 mit der Veröffentlichung ihres ersten Album mit einem richtigen Titel. "Houses of the Holy" sollte sich als Grundlage einer Tour entpuppen, bei der Led Zeppelin alle von den Beatles aufgestellten Rekorde brechen sollten. 1974 nahmen sich die vier etwas zurück. Keine Konzerte, keine Album-Veröffentlichungen - dafür allerdings die Gründung ihres eigenen Labels Swan Song, das konsequenterweise mit allen noch folgenden Led Zeppelin-Veröffentlichungen betraut wurde. 1975 erschien das legendäre Doppelalbum "Physical Graffiti". Ohne PR, ohne Single und unter Verzicht auf jegliche Hilfe von Seiten der Medien schnellte es sowohl in England als auch in den USA an die Spitze der Album-Charts. Es folgte eine groß angelegte Stadientour durch Nordamerika, die aber wegen eines Knöchelbruchs, den sich Plant an Off-Tagen in Griechenland zugezogen hatte, abgebrochen werden musste.
"Presence" hieß das Album, das während der Regenerationsphase Plants entstand. Es erschien im Frühjahr 1976 und gab trotz großen kommerziellen Erfolges einigen Kritikern Anlass zu Spekulationen über das zumindest kreative Ende der Fahnenstange bei Led Zeppelin. Davon unbeeindruckt rüsteten sich die vier für eine Welttournee. Wie auch die letzte allerdings, sollte auch diese nicht zu Ende gebracht werden. Diesmal war es nicht Plants Knöchel, sondern sein sechs-jähriger Sohn, der Schaden nahm: er erlag einer fatalen Virusinfektion. Die Tour wurde komplett abgebrochen und Led Zeppelin im allgemeinen und Robert Plant im Speziellen verschwanden ganz von der Bildfläche, auf der sie sich eh nie wohl gefühlt hatten. Erst im Sommer 1978 begannen sie mit den Aufnahmen zu dem Album, das ihr letztes sein sollte. Ein Jahr später stand "In through the out-door" weltweit ganz oben in den Charts. Es folgte eine höchst erfolgreiche Europatournee, an die sich eine noch erfolgreichere Amerika-Tour anschließen sollte. Bei den Proben zu dieser Live-Unternehmung in Robert Plants Haus wurde John Bonham nach einem 24-Stunden-Besäufnis ohnmächtig und erstickte an seinem eigenen Erbrochenen. Das war das Ende von Led Zeppelin.
Bis zum heutigen Tag sind die Gerüchte um ein Comeback oder eine Reunion nicht verstummt. Abgesehen von ganz wenigen Anlässen allerdings, bei denen Plant, Page und Jones entweder aus Respekt vor ihrem Publikum oder zur Freude ihrer Brieftaschen wieder gemeinsam auf der Bühne standen, sollten diese Gerüchte sich nicht bewahrheiten. Led Zeppelin waren einmal und the song remains the same.




