Kaiser Chiefs
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White, Andrew
Gitarre
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Rix,James Simon
Bass
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Hodgson,Nicholas James David
Schlagzeug -
*20.10.1977
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Baines, Nick
Keyboards
Kaiser Chiefs
Auch wenn man es der Name der Kaiser Chiefs nicht auf den ersten Blick hergibt, gehören die fünf aus Leeds zu den so genannten ?The?-Bands. Rockbands, deren grundsätzlich pluralisierten Namen immer der bestimmte englische Artikel "The" vorangestellt wird. Angefangen hatte das mit den Kinks, den Yardbirds, den Rolling Stones und auch den Beatles. Kulminiert ist das ganze namenstechnisch dann in The Band und The The. Nach einer ganzen Weile ohne The-Bands (die 1980-er Jahre hatten als prominenteste Vertreter immerhin The Cure und The Smiths zu bieten), ward das noch junge 21. Jahrhundert Zeuge eines The-Bands-Revivals. Und unabhängig von den sprachlichen Gemeinsamkeiten teilen diese The-bands auch gemeinsame Vorlieben klangästhetischer, um nicht zu sagen musikalischer Art.
Ob The Strokes, The Hives, The Vines, The Libertines oder eben auch (The) Kings of Leon, (The) Arctic Monkeys und (The) Kaiser Chiefs; sie alle orientieren sich an einem Klang-Kosmos, der, aufgespannt zwischen The Who, The Jam, Post-Punk, Pre-Grunge und retrospektiven Zeitgeist, auch außerhalb der Musik so etwas wie ein Lebensgefühl und eine Haltung vermittelt: allesamt wären sie am liebsten Neo-Mods. Und so erging es auch den Kaiser Chiefs, von denen sich drei fünftel immerhin seit Schulzeiten kennen. Schon als pubertierende Jugendliche fassten sie Pläne für die Gründung diverser Bands. Mit dem Mick Jagger-Imitator Ricky Wilson und dem Gitarristen Andrew White wird schon bald die Band "Parva" gegründet und noch schneller sind sie Vertragspartner eines Labels. Anders als von den Bandmitgliedern erwartet, führte dieser Vertrag allerdings weder zu Aufnahmen noch zu Konzerten, sondern geradewegs wieder aus demselbigen heraus. Die Jungs feilten weiter an ihrem Style und wussten die Studio-Qualitäten diverser Schlaf- und Wohnzimmer zu nutzen. Ihre erste Veröffentlichung im Mai 2004 war die Single ?Oh My God?, welche es ohne auch nur einen Eurocent Promotion bis in die Mitte der britischen Single-Charts schaffte. Nach drei Tagen war das Ding ausverkauft.
Das imponierte selbst den sonst vornehm zurückhaltenden Briten. Und die hievten die noch im selben Jahr ebenfalls veröffentlichte Single ?I predict a Riot? schon bis auf Platz 22. Das Frühjahr 2005 endlich wurde Zeuge eines regelrechten Kaiser Chiefs-Wahns. Das unter dem Titel ?Employment? veröffentlichte erste Album verkaufte sich weltweit fast vier Millionen Mal. Auch in den USA konnten die fünf erhebliche Massen für sich gewinnen ? ein heutzutage eher seltener Umstand für eine Band aus Großbritannien, der letzten Endes auch für ihren Auftritt beim Live 8 Festival in Philadelphia den Ausschlag gegeben haben mag. 2006 sahnten die Kaiser Chiefs dann alle Preise und Auszeichnungen ab, für die sie im Jahr zuvor lediglich nominiert gewesen waren. Ihren Namen haben die fünf Fußballfans aus Leeds übrigens von einem südafrikanischen Fußballverein, dessen ehemaliges Mitglied Lucas Radebe den heimischen Klub Leeds United Ende der 1990-er Jahre zu ungeahnten Erfolgen führte.




