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Hooker,John Lee

Geburtstag:

22.08.1917
Geburtsort:

Clarksdale, Mississippi
Todestag:

21.06.2001
Todesort:

Los Altos, Kalifornien
Alias:

Texas Slim

Genre:

Blues
Instrument:

Gesang
Gitarre
Komponist

Hooker,John Lee

John Lee Hooker gehört zu den wenigen Musikern, die schon lange vor ihrem irdischen Ableben, zu unsterblichen Idolen wurden. Wie kaum ein anderer Blueser hat er die Musikszene der Nachkriegszeit geprägt. Viele sogenannte Stars der Rock und Pop-Szene ? u.a. die Rolling Stones, Yardbirds, Led Zeppelin, Canned Heat, oder auch Cream ? geben Hooker als maßgeblichen Einfluss an. Dabei war das Charakteristische an Hookers Blues der Verzicht auf klangliche Deko in jeder Art. Der 1917 geborene und schon frühe Halbwaise bekommt die Grundlagen des Blues von seinem Stiefvater, dem Baumwollpflücker William Moore, vermittelt. Hooker hatte sich musikalisch bis dahin vor allem mit Gospels, Spirituals und anderer religiöser Musik beschäftigt. Dass sein Stiefvater von Beruf Baumwollpflücker gewesen sei, das mag zwar stimmen, aber Bluesmusiker war er von Herzen. Wobei das immer noch untertrieben sein dürfte ? denn auf den Ruf des Stiefvaters John Lee Hookers hin, übernachteten im Hause der Hookers in aller Regelmäßigkeit Blues-Legenden wie Blind Lemon Jefferson, Charley Patton, oder auch Blind Blake. Ohne Frage blieb das auch bei John Lee nicht ohne Spuren.

Während seiner jungen Jahre reiste er kreuz und quer durch die USA und wurde erst um 1947 in Detroit sesshaft. Bis dahin hatte der Hüne noch nicht ein Aufnahmestudio von innen gesehen. Seine erste Single Boogie Chillen wurde auf Anhieb zu einem Kassenschlager. Und der umtriebige Musikarbeiter legte sofort nach ? nicht nur unter eigenem Namen. In den nächsten paar Jahren sollte er unter mehr als zehn Pseudonymen über siebzig Singles für mehr als 21 Labels veröffentlichen. Das schafft heutzutage nicht einmal ein Dieter Bohlen. Nach einem kurzzeitigen Karriereknick während der 1950-er Jahre, erlebte der damals auch schon über 40-jährige sein erstes großes Comeback. Denn die Leute, die mit seiner Musik groß geworden waren, galten nun teilweise selbst als Superstars der Musikszene und nutzten diesen Status, um mit ihrem Idol in Kontakt zu kommen. Und so profitierten beide Seiten davon, dass Hooker seit Mitte der 1960-er Jahre mit den damaligen Größen des Geschäfts ins Aufnahmestudio ging. Hooker 'n' Heat und Endless Boogie sind nur zwei von unzähligen Beispielen.

Für den Endspurt in Sachen Popularität sorgte schließlich ein anderer Ausnahmemusiker ? Carlos Santana. Der kam im Studio vorbei und stimmte seine Gitarre indem Augenblick, in dem Hooker das Titelstück der 1989-er LP The Healer aufnahm. In der Folge dieses Chart-Erfolges konnte sich Hooker sowohl vor Geld als auch vor immateriellen Lobesbekundigungen und Auszeichnungen kaum retten. Auch die Gäste auf seinen noch folgenden Platten musste er sich sorgfältig aussuchen, damit jeder, der wollte, auch mindestens einmal drankam.

Sein neuer Ruhm ermöglichte Hooker den Kauf zweier Villen und etlicher Luxus-Schlitten. Ironischerweise hatte Hooker in seinem Leben weder einen Führerschein besessen, geschweige denn gemacht. Sein Lebensende verbrachte der Blueser zwischen Rentner-Dasein und Popidol-Existenz. 1997 eröffnete er in San Francisco gar einen Nachtclub für alle Arten schwarzer Musik ? der Name des Schuppens lautete auf Boom Boom Boom Boom. Hooker verstarb am 21.06.2001. Hooker wusste das schon ein paar Jahre früher: Never get out of the blues alive