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Feist

Geburtstag:

13.02.1976
Geburtsort:

Amherst, Nova Scotia, Kanada
Alias:

Feist, Leslie

Instrument:

Gesang
Gitarre

Feist

Sie ist die Vielseitige unter den Singer/ Songwritern. Und sie schreibt aber auch Songs...

Schwarm-Intelligenz

Ahja, Calgary und Punkrock. Leslie Feist, geboren 1976 in der Olympia-Stadt in Kanada, kann davon ein Lied singen. Denn sie hat in ihrer Jugend in einer Punkrock-Band in Calgary gesungen oder wohl eher geschrien, und zwar so derbe, dass sie damit die ganzen harten Kerle ziemlich eingeschüchtert und ihre Stimme im Alter von 19 Jahren sogar ziemlich ruiniert hat. Doch während solche Behauptungen lediglich eher von Augenzeugen stammen, ist ihre Zeit in Toronto schon besser dokumentiert. In die Metropole Kanadas kam die Sängerin dann auch mit ziemlich wenig Credits – eine Punkrock-Sängerin aus Calgary, das wirkt auf den ersten Blick ungefähr so glaubwürdig wie eine Death Metal-Band aus Kitzbühel.

Doch sie traf die richtigen Leute: Das tragische erste halbe Jahr in der Großsatdt war vorbei, endlich musste sie nicht mehr alleine in diesem Kellerloch wohnen, und ihre Stimme hatte sie nach einer Behandlung bei einem Stimmband-Spezialisten auch wiedergefunden. Sie lernte diese junge Frau kennen, die ebenfalls Musik machte, und zusammen zogen sie in eine relativ helle Wohnung. Diese Frau sollte später als Peaches weltbekannt werden. Und auch den Rest des Schwarms, der zusammen eine riesige, unmenschliche Schwarm-Intelligenz in Sachen Songschreiben und Live-Show entwickeln sollte, klingt heute nicht so unbekannt: les monsieurs Mocky, Gonzales und Taylor Savvy besaßen alle einen Schlüssel zur Wohnung der beiden Sängerinnen.

Songs zum Schwärmen

Mit Auftritten besonders in Toronto und Berlin erlebten ihre Mitbewohner und vor allem auch ihre Mitbewohnerin zu Beginn der 2000er Jahre allesamt ihren Solo-Durchbruch, und besonders mit Peaches tourte Feist durch Europa. Ihren eigenen Songs ließ sie Zeit: nach und nach nahm sie Gesangsparts auf, zunächst für ein kollektives Projekt eines im Kollektiv gegründeten Labels namens Arts & Crafts. Das Projekt hieß Broken Social Scene, 2002 begann die Sängerin, mit dem vielköpfigen Monster zu touren. Ende des Jahres reiste sie als Sängerin der Gonzales-Show durch Europa, und gemeinsam nahmen die beiden Songs auf. Als „Red Tapes“ gelten sie inzwischen als Mysterium der Singer/Songwriter-Geschichte: einige dieser Lieder sind inzwischen aber bereits veröffentlicht.

Denn irgendwann sollte auch die Stunde der Leslie Feist kommen, 2004 war es soweit, und das Album hieß Let It Die. Wer Feist bisher als toughen Wildfang kannte, hier zeigte sich ihre softe Seite. Wunderschöne, zarte Arrangements, und im Zentrum diese klare, suggestive Stimme. Das Album verkaufte sich fast eine halbe Million Mal, was kaum zu fassen ist für eine Platte auf einem Klein-Indie aus Kanada. Ihre Touren wurden entsprechend gut besucht, und so kam es drei Jahre später zu einer weiteren Veröffentlichung: The Reminder landete 2007 auf Anhieb in den internationalen Charts. Im Herbst desselben Jahres wurde die Werbung für den Apple iPod nano mit Feist's Song 1234 musikalisch untermalt. Dadurch schaffte es die Single, sich nur durch Downloads noch zwei Monate nach ihrer Veröffentlichung in den deutschen Singlecharts zu behaupten. Im September 2011 veröffentlicht Feist, vier Jahre nach The Reminder (Ltd.Deluxe Edt.), ihr viertes Studioalbum Metals.