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Erhardt,Heinz

Geburtstag:

20.02.1909
Geburtsort:

Riga, Litauen
Todestag:

05.06.1979
Todesort:

Hamburg, Deutschland
Instrument:

Klavier
Gesang

Erhardt,Heinz

1909 wurde Heinz Erhardt im lettischen Riga als Sohn eines Kapellmeisters geboren. Er wuchs größtenteils bei seinen Großeltern auf, und da sein Großvater ein Musikalien-Geschäft führte, kam er über ihn zum Klavierspiel. Erhardts Jugendtraum, als großer Pianist zu reüssieren sollte aber Zeit seines Lebens ein Traum bleiben. Stattdessen erhielt er eine kaufmännische Ausbildung ? selbstverständlich im Geschäft seiner Großeltern.

Heinz Erhardt Von 1926 bis 1928 studierte er Musik in Leipzig und absolvierte ein Volontariat in einem Musikgeschäft. Von 1928 bis 1938 war er dann Noten- und Klavierverkäufer in Riga im Geschäft seines Großvaters. Im Alter von 25 Jahren heiratete Heinz Erhardt Gilda Zanetti, eine Konsulstochter, die er, wie er selber schreibt, in einem Fahrstuhl kennengelernt hat. Mit Gilda hatte Erhardt insgesamt vier Kinder ? drei Töchter und einen Sohn. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde Erhardt unter der Leitung Willi Schaeffers ans Kabarett der Komiker in Berlin berufen. Aber dann brach der Krieg aus, und auch Erhardt musste zur Musterung. Zweimalig zurückgestellt wurde der Nichtschwimmer dann zur Marine nach Kiel eingezogen ? als Pianist der dort aufspielenden Heeres-Kapelle. Nach dem Krieg zog Erhardt mit seiner Familie nach Hamburg-Wellingsbüttel und begann seine Karriere als Radiomoderator beim NWDR fortzuführen. Schnell fasste der wortgewandte Liebhaber von Sprache dort Fuß. Und schon 1948 brachte der Sender Erhardts erste Eigenkomposition: die "10-Pfennig-Oper" ging über den Äther und Erhardt erschloss sich eine erste kleine Fan-Gemeinde.

In der Folge baute er seine populäre Beliebtheit über Film, Funk und Fernsehen weiter aus. Und Erhardt war dabei so schlau, auf keines dieser Medien zu verzichten. Selbstverständlich veröffentlichte er auch Bücher, Hörspiele und so genannte Musik. Das deutsche Wirtschaftswunder-Volk liebt ihn dafür. Ein Umstand, der auch der Tatsache zu verdanken war, dass Heinz Erhardts Komik seiner Zeit insofern entsprach, als sie bei aller Intelligenz keinerlei Grund zum Anstoss gab - keine Kanten, keine Experimente. Heinz Erhardt eckte nirgendwo an. Am 11.12. 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr wieder erholte. Er zog sich ins Privatleben zurück und starb kurz nach dem Erhalt des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland am 5. Juni 1979.