Electric Light Orchestra
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Lynne,Jeff
Gesang
Synthesizer
Gitarre -
*30.12.1947
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Bevan,Beverly
Schlagzeug -
*25.11.1944
Electric Light Orchestra
Mit softem Rock zwischen Piano-Boogie und Klimper'n'Roll avancierte die Birminghamer Band zu den großen Namen der 70er Jahre.
Im Xanadu der alten Recken
Als das Orchester des elektrischen Lichts, Electric Light Orchestra ins Leben gerufen wird, zählen seine Gründer bereits zu den alten Recken des Rock'n'Roll in England. Jeff Lynne, zu Beginn ?nur? Songschreiber und Gitarrist der Band und nach Weggang des ersten Frontmannes Roy Wood auch Sänger des ELO, ist vor dem Startjahr 1970 schon ebenso Teil der Birminghamer Art Rocker The Move gewesen wie Bev Bevan. Der Schlagzeuger bildet gemeinsam mit Lynne den festen Kern des Electric Light Orchestra. Selbst wenn im Verlauf der 70er Jahre die Band mit ihren Streichern zeitweise tatsächlich fast die Besetzung eines kleinen Orchesters erreicht, haben der Songwriter und der Schlagzeuger das Sagen. Alle anderen sind Angestellte.
So konkret ELO bei Gründung ihr Anliegen benennen können ? man möchte da weitermachen, wo die Beatles mit I Am The Walrus aufgehört haben, also leicht psychedelische Pop-Ohrwürmer in die Welt schicken ? so bedingt trifft diese Beschreibung tatsächlich auf den Sound der Gruppe zu. Mit einer Ouvertüre beginnt das selbstbetitelte Debüt, mit einem Waldhornisten und einem Cellisten angereichert pflegen ELO konsequent den Spagat zwischen Popsong und Ideen aus der Klassik. In Großbritannien und den USA hat die Band auf Anhieb Erfolg. Und als es nach der ersten spektakulären Umbesetzung ? Sänger Roy Wood gründet gleich nach erscheinen des Albums seine Band Wizzard und nimmt auch noch den Bassisten mit ? allmählich auch live hinhaut, verstärkt sich der kommerzielle Erfolg der Gruppe noch.
Spektakel aus Licht und Melodie
Bis in den Anfang der 80er Jahre hinein dauert die Blütezeit der Band an, in der sie mit ihren Live-Spektakeln aus Licht und Melodie von sich reden macht: wie auch auf ihren Album-Covern hegen Lynne und Bevan eine Vorliebe für Motive aus Science Fiction und Fantasy, die sie im Konzert auf riesigen Monitoren zeigen. Der bis zum 1977 erscheinenden Album Out Of The Blue kultivierte Klimper'n'Roll wird live mit so vielen Streichern wie möglich ergänzt.
Merkwürdig und kraftvoll
Später wird das Piano mit Synthesizern hinterlegt, als Lynne den Disco entdeckt und in seiner eigenen Interpretation 1979 mit Discovery in die Welt entlässt. Mit Hold On Tight 1981 und Rock'nRoll Is King zwei Jahre später landen Lynne und Bevan zwei letzte, große, auf Hochglanz produzierte Hits. 1986 trennen sich die beiden, und die Geschichte wird etwas komplizierter: Zunächst gründet Bevan Ende der 80er Jahre die erfolglosen ?ELO 2?. Jeff Lynne kehrt 2001 mit dem Namen Electric Light Orchestra zurück und veröffentlicht ?Zoom? im klassischen Sound der Gruppe (hier ein Link zur dazugehörigen Live-DVD): leicht merkwürdig und doch sehr kraftvoll.




