Dylan,Bob
Gitarre
Harmonium
Dylan,Bob
Bob Dylan ist der größte lebende Singer/Songwriter.
Noch vor den überlebenden Mitgliedern der Beatles oder Rolling Stones gilt Dylan als musiktechnischer Pionier, Innovator und Erneuerer. Unter anderem auch deswegen darf Dylan für sich in Anspruch nehmen, das Dreieinhalb-Minuten Format eines Pop-Songs in die Höhen ernsthafter Kunst getrieben zu haben. Dylan, eigentlich Robert Zimmermann, wurde als erstes Kind russisch-jüdischer Immigranten 1941 geboren. Den größten Teil seiner Jugend verbrachte er in der Kleinstadt Hibbing, in der seine Eltern ein Ladengeschäft betrieben. Schon als Steppke begeisterte sich Dylan für Musik, worauf hin seine Eltern dafür sorgten, dass der Robert einigermaßen fundierten Instrumental-Unterricht erhielt - zunächst am Klavier und erst später an der Gitarre. Einmal auf der High-School scharrte er schnell Gleichgesinnte um sich und initiierte verschiedenste Band-Projekte. Im Herbst 1959 hatte Dylan die High School abgeschlossen und schrieb sich für einen Kunststudiengang mit Hauptfach Musik an der University of Minnesota ein. Erst dort kam er nach eigenen Angaben zum ersten Mal bewusst in Berührung mit der traditionellen amerikanischen Folk-Musik im Stile Pete Seegers und Woody Guthries.
Angestachelt von dem Willen, das Musik-Ding als Lebensaufgabe zu begreifen, machte sich Dylan auf den Weg nach New York. Dort machte er nicht nur gehörigen Eindruck auf das hippe Boheme-Publikum des Greenwich Village, sondern nutzte seine Besuche im Big Apple unter anderem dazu, sein Idol Woody Guthrie im Krankenhaus zu besuchen, wo der auf sein Ableben wartete. All diese Aktivitäten machte auf seine in New York immer größer werdende Anhängerschaft gehörigen Eindruck. Und nachdem er sogar ein Konzert für John Lee Hooker hatte eröffnen dürfen, dauerte es nicht mehr lange und Dylan unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag. 1962 erschien sein selbstbetiteltes Debut und es enthielt vornehmlich Dylansche Interpretationen so genannter Folk-Standards. Allerdings konnte er damit so gut wie keinen Eindruck schinden. Ein Zustand, der sich mit der Veröffentlichung seines nächsten Albums The Freewheelin' Bob Dylan radikal ändern sollte. Peter, Paul and Mary und Joan Baez gelangen mit Dylan-Coverversionen nur von diesem Album mehrere Hits. Masters of War wurde ohne Zutun zu einer Anti-Kriegs-Hymne und Bob Dylan nach symbolträchtigen Auftritten mit dem Folk-Star Joan Baez zu einer Ikone musikalischen Widerstands - ob er nun wollte oder nicht.
Der Zwänge und dem Druck, den diese mehr oder minder unfreiwillige Rolle auf ihn ausübte, wurde Dylan schnell überdrüssig. Wohl auch deswegen wagte er einen Tabu-Bruch, indem er sich beim Newport Folk Festival 1965 einer sichtlich enttäuschten Zuhörerschaft eben nicht als der Folk singende Barde mit einer Mission, sondern als Erfinder des Folk-Rocks präsentierte, der die Mundorgel-Gitarre gegen eine Stratocaster getauscht hatte. Übrigens war dieser Auftritt gleichzeitig einer der ersten öffentlich bestrittenen Gigs mit Dylans damals noch so genannter Begleitband, aus der sich nur wenig später das Phänomen The Band entwickelte. Den Wandel vom Folk-Barden zum Popstar vollzog Dylan auf insgesamt drei Alben, die abgesehen von den Unkenrufen aus der militanten Folk-Szene zu den nicht häufig gesähten Highlights der Rock- und Pop-Geschicht zählen. Im Sinne des Prinzips primus inter pares muss vor allen Dingen die mittlere der drei LPs Erwähnung finden. Highway 61 Revisited enthält unter anderem den Song, den das Musik-Magazin Rolling Stone später zum greatest song of all time kürte. Diese Kür entbehrt allerdings nicht jeder Ironie, denn der Titel des betreffenden Songs lautet Like a Rolling Stone.
Nach einem schweren Motorrad-Unfall im Jahr 1966 zog sich Dylan zwei Jahre lang zurück und verbrachte die meiste Zeit mit seiner Familie und wenigen eng befreundeten Musikern. Nach seiner Rückkehr ins Musik-Business überraschte er Hörer und Fans mit zwei sehr countrylastigen Alben, deren letzteres mit dem Titel Nashville Skyline zu einer der erfolgreichsten LPs in der Karriere Bob Dylans überhaupt wurde. Bis 1970 nahm Dylan noch zwei weitere LPs auf, tourte ein wenig und kümmerte sich ansonsten um seine Hobbys und die Familie. 1973 schrieb er seinen ersten Soundtrack für den Packinpah-Reißer Pat Garrett jagt Billy The Kid. Berühmtester Song dieser LP war das später von Guns N' Roses zu neuen Höhen gebrachte Knockin' on Heaven's Door. Mitte der 1970-er Jahre kriselte es bei den Dylans. Und alles in Lieder gegossene Wehklagen sollte nichts nutzen - 1977 wurden Bob und Sara Dylan geschieden. Nur ein Jahr später berichtete Dylan von einer Art Erleuchtung, die ihn ereilt hätte, nachdem ein Zuschauer ein silbernes Christen-Kreuz auf die Bühne geworfen hätte. Der Neuerweckte nahm drei von Jesus inspirierte Alben auf und orientierte sich dann wieder weltlicher. Vor allem der Alkohol hatte es ihm während der 1980-er angetan. Eine Art Geheim-Ehe im Sommer 1986 brachte Dylan zwar erneut Nachwuchs, aber nicht die erhoffte lebenslange Zweisamkeit. Die Ehe wurde Anfang der 1990-er geschieden.
Nur ein Jahr später berichtete Dylan von einer Art Erleuchtung, die ihn ereilt hätte, nachdem ein Zuschauer ein silbernes Christen-Kreuz auf die Bühne geworfen hätte. Der Neuerweckte nahm drei von Jesus inspirierte Alben auf und orientierte sich dann wieder weltlicher. Vor allem der Alkohol hatte es ihm während der 1980-er angetan. Eine Art Geheim-Ehe im Sommer 1986 brachte Dylan zwar erneut Nachwuchs, aber nicht die erhoffte lebenslange Zweisamkeit. Die Ehe wurde Anfang der 1990-er geschieden. Vielleicht mag Dylans Entscheidung dabei eine Rolle gespielt haben, seit einem Konzert am 7. Juni 1988 in Concord, Kalifornien auf "Neverending Tour" zu gehen und dabei sein umfassendes Werk permanent neu zu interpretieren. Nach der Gründung der Supergroup Travelling Wilburys und einigen Tourneen rund um den Globus, erhielt Dylan 1991 einen Grammy für sein Lebenswerk. Anschließend reduzierte Dylan die Album-Veröffentlichungen. Erst 1997 veröffentlichte Dylan wieder ein Album und erlebte mit der Time Out Of Mind titulierten LP ein erfolgreiches Comeback, das mit den nachfolgenden Love And Theft 2001, Modern Times im Jahr 2006 und Together Through Life 2009 auf ebenso großes Lob stieß.




