Depeche Mode
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Fletcher, Andrew
Gitarre -
*08.07.1960
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Clarke, Vince
Keyboards
Gesang
Textdichter -
*03.07.1960
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Wilder, Alan
Keyboards -
*01.06.1959
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Gore, Martin
Gesang
Gitarre -
*23.07.1961
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Gahan, Dave
Gesang -
*09.05.1962
Depeche Mode
Ohne Frage gehören Depeche Mode zu den größten Bands, die diese Welt je hervorgebracht hat. In großen Teilen dürfte das der Musik Depeche Modes geschuldet sein, die sämtliche anderen popmusikalischen Spielarten an image-ferner Zeitlosigkeit übertrifft.
Gegründet wurden Depeche Mode, nachdem Vince Clarke, Andrew Fletcher und Martin Gore in unterschiedlichsten Konstellationen und unter den seltsamsten Namen 1976 begonnen hatten, miteinander zu musizieren. Um 1980 kam Dave Gahan dazu und komplettierte die Truppe. Schnell entschieden sie sich gegen herkömmliche Instrumente und für Synthesizer. Ihr natürlich auch deswegen technoid zu nennender Sound, sprach auf einem Fad Gadget-Konzert auch den Mute-Label Chef Dave Miller an. Der ließ die Gruppe einen Plattenvertrag bei seinem Label unterzeichnen, für das sie noch heute Platten aufnehmen. 1981 erschien nach ihrem ersten Top Ten Hit Just Can't Get Enough ihr Album-Debüt Speak & Spell. Vince Clarke, der Hauptsongschreiber der Band verließ die Band kurz darauf um einige andere Projekte anzukurbeln: Yazoo und Erasure.
Erst geschockt, sattelte die Band schnell um. Martin Gore rüssierte als neuer Hauptsongschreiber und richtiger hätte man es rückblickend betrachtet gar nicht anstellen können. Nach der Veröffentlichung der zweiten LP A Broken Frame stößt Alan Wilder, ein ausgebildeter Pianist zur Band. Der hatte schon auf dem Zweitling mitgearbeitet, aber was Gore und Wilder dann auf Construction Time Again zaubern, hatte die Welt so noch nicht gehört. Ein weiteres Jahr später dürfen sich Depeche Mode nach Kraftwerk die erfolgreichste Elektro-Band der Welt nennen. Ihre im selben Jahr veröffentlichte LP Some Great Reward und die dazugehörigen Single-Auskoppelungen People Are People und Master And Servant werden weltweit zu höchst unterscheidbaren Evergreens der 1980er Popjahre.
Nach der 1985er Hitcompilation "The Singles 81>85" erscheinen in der Folge die beiden Studio-Alben Black Celebration und Music For The Masses. Beide Alben generierten höchst-erfolgreiche Singles und auf Black Celebration fand sich mit A Question of Lust auch noch eine der schönsten Pop-Nummern, die jemals das Licht der Welt erblickt haben. Aber der Erfolg solcher Singles wie Behind the Wheel, Never let me down again und Strangelove stellte alles in den Schatten, was die ohnehin schon nicht ganz unerfolgreiche Band bis dato erlebt hatte.
Nach unglaublich anstrengenden Tour-Eskapaden erscheint die Band 1990 wieder auf der popmedialen Bildfläche. Violator gilt vielen Fans als das Album, das Depeche Mode in eine Art Erwachsenen-Zeitalter überführt. Nicht nur inkorporieren die Songs von Gore und Wilder mehr und mehr unterschiedliche Musik - auch thematisch und inhaltlich gibt man sich ein wenig gereifter und arrivierter, ohne dabei jedoch an Biss zu verlieren. Nachzuhören übrigens bei der erfolgreichsten Single in der Karriere Depeche Modes überhaupt, Enjoy the Silence.
Für das 1993er Album Songs Of Faith And Devotion entschied sich Depeche Mode, noch rockigere Töne und noch mehr Gitarren mit ins Spiel zu bringen. Übrigens nicht nur zur Freude von alteingesessenen Fans, die inzwischen auch bei ihren Elektro-Pop-Lieblingen an Grunge denken mussten. Die Band kratzt das nicht, die Verkaufszahlen sehen einmal mehr nach Mega-Erfolg aus und der Vierer geht auf die wohl anstrengendste Tour in der gesamten Band-Geschichte. Die Länge und das Touren rund um die Welt sind dabei fast lässliche Schwierigkeiten. Fletcher und Wilder zanken sich, Gore ist psychisch auch nur minimalst belastbar und Gahan schwört während der fast zwei Jahre dauernden Tour ausschließlich auf Heroin. Im Anschluss an die Tour verlässt Wilder die Band, Gore begibt sich in Therapie und Gahan - nach einem gescheiterten Selbstmordversuch - in die Reha.
Als einigermaßen gesundetes Trio veröffentlichen Depeche Mode 1997 Ultra. Zwar kann man nur einen Song (Barrel Of The Gun) als Hit platzieren, aber immerhin sind Depeche Mode wieder auf Kurs. 1998 erscheint der zweite Teil der 1985 erstmals veröffentlichten Singles-Collection. Nach einer kurzen Tour, die auch dem Ex-Junkie Gahan nicht zuviel wird, erscheint ihr neues Album Exciter im Jahr 2001.
Nachdem die verbliebenen drei sich allesamt an Solo-Projekten haben versuchen dürfen, kehren sie im Jahre 2004 mit der Veröffentlichung einer CD- und LP-Box voller Remixe zurück auf die Bildfläche. Diese Geste ist keineswegs mißzuverstehen als eine Hinhalte-Taktik bis zu Veröffentlichung der nächsten regulären LP. Depeche Mode dürfen für sich in Anspruch nehmen, das moderne Konzept des Remixens nicht nur erfunden, sondern auch populär gemacht zu haben. Seit diese Band existiert hat sie dafür gesorgt, dass ihre Singles von den unterschiedlichsten Menschen und Künstlern Neu-Interpretationen erfahren. Die veröffentlichte Box ist der Versuch einer repräsentativen Zusammenfassung. Und auch der darf - wie so vieles von Depeche Mode - als einzigartig gelungen beschrieben werden.
Und wer noch immer nicht genug hat, darf sich freuen. Das neue Depeche Mode-Album Playing the Angel erscheint am 17. Oktober 2005. Vier Jahre später schießt das neue Werk Sounds Of The Universe in 21 Ländern auf den ersten Platz der Albumcharts.




