Carpenters
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Carpenter, Richard
Keyboards
Gesang -
*12.10.1946
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Carpenter, Karen
Gesang
Schlagzeug -
*02.03.1950
+01.02.1983
Carpenters
Die Carpenters waren in aller erster Linie ein musizierendes
Geschwisterpaar. Gegründet haben sie sich in den spätern 1960er Jahren, nachdem die Familie Carpenter von der amerikanischen Ost- an die Westküste, genauer Kalifornien, gezogen war.
Richard Carpenter hatte sich schon zu Ostküstenzeiten in verschiedenen Klavier-Trios am Piano ein erstes Zubrot verdient. Nach dem Umzug begann er mit dem Klavierstudium. Zur gleichen Zeit begann er, seine Schwester Karen zu begleiten. Sie war es dann auch, deretwegen das kleine kalifornische Label Magic Lamp dem Carpenter Trio einen Vertrag anbot.
Die aus dieser Zusammenarbeit resultierenden Singles blieben allerdings ohne Erfolg. Die Carpenters ließen sich davon nicht entmutigen und traten bei einem Talentwettbewerb auf, den sie prompt gewannen. Wieder kamen sie zu einem Plattenvertrag, diesmal mit der RCA, wieder nahmen sie ein paar Songs auf. Aber noch bevor diese Aufnahmen sich entweder als Erfolg oder als Flop herausstellen konnten, beschließt RCA, diese überhaupt nicht zu veröffentlichen. Unbeirrt versuchten sich die Carpenters weiter und nachdem sie mit Joe Osborn, einem in L.A. stadtbekannten Sessionmusiker ein Demo aufgenommen und dieses Herb Alpert, dem damaligen Chef von A&M Records hatten zukommen lassen, wurden sie für ihre Ausdauer belohnt.
Ihr erstes Album erschien 1969. Es hieß Offering, aber annehmen wollte das Angebot keiner. Den Carpenters, die sich nicht einstellende Erfolge dieser Art schon häufiger erlebt hatten, konnte das nichts anhaben. Einmal mehr mussten sie sich gedulden und warten. Diese Phase schien spätesten mit dem Erscheinen ihres offiziellen zweiten Albums, 1970, an ein Ende gekommen zu sein. Close to you und die dazugehörige gleichnamige Single wurde für das Geschwisterpaar zum Durchbruch. Nicht nur wurden sie mit Preisen und Auszeichnungen überschüttet - auch ihre folgenden Veröffentlichungen, unabhängig davon, ob es sich dabei um Single oder Album handelte, wurden allesamt zu großen Verkaufserfolgen.
Die Erfolgssträhne währte volle fünf Jahre und dann ging es rapide bergab. Der Bruder Richard hatte sich erfolgreich in eine Medikamenten-Abhängigkeit hineinmanövriert und seine Schwester Karen litt unter anorektischen Störungen, die sie bis an ihr Lebensende nicht loswerden sollte. Nach dem Klinikaufenthalt von Richard und einem musikalischen Ausreißversuch von Seiten Karens, taten sich die Carpenters 1981 wieder zusammen und veröffentlichten Made in America. Kommerziell darf diese Platte sehr wohl als gelungenes Comeback gelten. Aber nur kurz nach eben jenem Comeback war der Gesundheitszustand von Karen Carpenter eigentlich ein Krankheitszustand, der sich bis zum Februar 1983 soweit verschlimmerte, dass sie in eine Ohnmacht fiel, aus der sie nicht mehr erwachen sollte.
Richard Carpenter verwaltet seitdem das nicht gerade kleine musikalische Erbe, das seine Schwester und er als die Carpenters hinterlassen hatten. 1987 veröffentlichte er sogar noch eine Solo-LP, die den verkaufstechnischen Vergleichen mit den Carpenters-Scheiben allerdings keineswegs standhalten konnte.




