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Blue Öyster Cult

Bandmitglieder:

  • Bouchard, Albert
    Schlagzeug
    Gesang
  • *24.05.1947
  • Bouchard, Joe
    Bass
    Keyboard
  • *09.11.1948
  • Lanier, Allen
    Gitarre
    Keyboard
  • *25.06.1946
  • Roeser, Ro
    Gitarre
  • *12.11.1947
  • Bloom, Eric
    Gesang
    Gitarre
    Keyboard
  • *01.12.1944

Blue Öyster Cult

Akademiker-Metal - ein weit verbreitetes Urteil über die Band, die als erste ein Umlaut, also ein dem Englischen fremdes Sprachlautzeichen, in den Namen ihrer Band einbauten und schon auf diese Weise irgendwie zu echten Pionieren wurden. Akademiker-Metal ist, auch wenn es sich zunächst anders anhört, aber kein vernichtendes, vielmehr ein beschreibendes Urteil, das erstaunlicherweise zutreffend ist.

Eine Gruppe von Rockkritikern, die damals alle noch brav studierten, tat sich um 1967 an einem New Yorker College zusammen und nannten sich zunächst: Soft White Underbelly. Irgendwie kriegten die Underbellies einen Plattenvertrag bei der Elektra und nahmen voller Vorfreude auf das baldige Dasein als Rockstar eine Platte auf - allerdings wurde diese von der Elektra nie veröffentlicht. Man tauschte Roadie gegen Sänger und nannte sich Oaxaca. Die Geschichte schien sich allerdings zu wiederholen. Man nahm ein Album für Elektra auf, und die Plattenfirma veröffentlichte es nie. Immerhin aber hatten Oaxaca im Gegensatz zu den Underbellies eine Veröffentlichung zu feiern - allerdings nicht unter ihrem richtigen Namen. Nur für die Single hieß die Formation the Stalk Forrest Group.

Danach hatte Elektra die Faxen dicke. Und die Gruppe, die keinen Namen mehr hatte, alle Freiheit der Welt. 1971 ergatterte die in Blue Öyster Cult umbenannte Combo einen Vertrag mit Columbia. Das gleichnamige Debüt der Band wurde nicht nur aufgenommen, sondern erschien tatsächlich. Zwar konnten lediglich Achtungserfolge verbucht werden, aber immerhin. Es folgten noch zwei weitere Alben und eine Live-Veröffentlichung, die allesamt dafür sorgten, dass der Name mit Umlaut auch in Umlauf kam. Aber von einem Durchbruch irgendeiner Art zu sprechen, verbietet sich - noch. Denn mit ihrer vierten Studio-LP Agents of Fortune hatten sie tatsächlich Glück. Die erste Single-Veröffentlichung und noch heute einer ihrer größten Hits ist Don't fear the reaper, dessen Bekanntheitsgrad mit seiner Verwendung in dem Film "Halloween" nicht unwesentlich steigt.

Noch in den 1970er Jahren können die Öysters einen weiteren Millionen-Seller in den Charts etablieren - nämlich ihr zweites Live-Album, das am Ende Gold, Platin und alle anderen Edelmetall-Auszeichnungen, die man überhaupt kriegen kann, einsackt. Während der folgenden 15 Jahre wurden Alben aufgenommen, Bandmitglieder aus- und wieder eingetauscht und um die halbe Welt getourt. So richtig interessiert hat das aber schon lange niemanden mehr.

Erst als sie um 1998 ein neues Label hatten und wieder anfingen, sich um das Erarbeiten neuer musikalische Materialien zu kümmern, stieg auch wieder der Aufmerksamkeitspegel. Der wiederum erreichte seinen absoluten Höhepunkt, als Metallica auf einem ihrer letzten Alben eines der Uralt-Stücke des Blue Öyster Cults coverte. Diese Version von Astronomy machte die Band einem Publikum vorstellig, dessen Geburtstjahrgänge sich gute 15 Jahre nach der Gründung von Blue Öyster Cult befinden. Angespornt durch die Aussicht, zumindest verkaufstechnisch noch einen nachzulegen, veröffentlichten die Leute, die inzwischen als Blue Öyster Cult auftreten, eine ganze Reihe von Best of und Greatest Hits Scheiben. Und wenn sie heute nicht gestorben sind, dann touren sie noch immer...