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Blondie

Genre:

New Wave
Bandmitglieder:

  • Stein, Chris
    Gitarre
  • *05.01.1950
  • Infante, Frank
    Gitarre
  • Harrison, Nigel
    Bass
  • Destri, Jim
    Keyboard
  • *13.04.1954
  • Burke, Clement
    Schlagzeug
  • *24.11.1955
  • Harry, Deborah
    Gesang
  • *01.07.1945

Blondie

Blondie gehören zu den kommerziell erfolgreichsten Bands, die aus der Punk/Wave-Szene des New Yorks der mittleren und späten 1970er Jahre stammen. Gegründet wurden sie schon 1974 von der Frontfrau Debbie Harry und dem Gitarristen Chris Stein. Während der nächsten paar Jahre gab es immer wieder Aus- und Einwechslungen die Mitglieder der Band betreffend, aber als sie 1976 auf dem kleinen Label Private Stock Records ihre erste und selbstbetitelte LP veröffentlichten, hatte sich ein fester Kern etabliert.

Schon im August des nächsten Jahres muss irgendjemand das Potential der Band erkannt haben. Denn der damalige Riese Chrysalis Records kauft Blondie aus dem Vertrag mit dem Mini-Label Private Stock und veranlasst nur kurze Zeit nach der Wiederveröffentlichung des ersten Albums die Veröffentlichung des zweiten Blondie-Albums Plastic Letters. Der Durchbruch gelang ihnen dann mit Denis, einer Coverversion, die Anfang 1978 als Single auf den Markt kam. Die Erfolge dieser wie auch die der zweiten Single waren dermaßen überwältigend, dass sich das auf das ganze Album auswirken sollte - Plastic Letters war der erste kleine Millionen-Seller.

Ob der Erfolg in England den Ausschlag gegeben haben mag, bleibt Spekulation; fest steht, dass Blondie für die Herstellung ihres dritten Albums mit dem englischen Produzenten Mike Chapman zusammenarbeiteten. Fest steht weiterhin, dass Parallel Lines, das dritte Blondie-Album, einen überwältigenden Erfolg erlangen konnte: 5 Hit-Singles, Millionen-Verkäufe, Welt-Tourneen. Zum Dank nahmen Blondie ihre vierte LP Eat to the Beat auf, und wieder haben sich Album und Singles weltweit sehr gut verkaufen können. Vor allem in England war es ein Hit, wo die Single Atomic bis an die Spitze der Charts stürmte.

Der bis dahin mehr als erfolgreiche Verlauf der Musikkarriere von Blondie konnte durch eine Zusammenarbeit mit dem damaligen Disco-König unter den Produzenten, Giorgio Moroder, getoppt werden. Am Ende dieser Kooperation stand eine Hit-Single, die auch noch den Titelsong zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 1980 abgab: Call me. Nach dem American Gigolo, dem besagten Filmknüller, ging es mit Blondie wieder schnurstracks ins Studio. Noch im selben Jahr erschien Autoamerican. Und wieder schossen die Singles in die Charts - darunter das bemerkenswerte Rapture, welches das erste veröffentlichte Tondokument einer rappenden Weißen darstellt.

Zur Zeit der Veröffentlichung von Blondies sechstem Album brodelte die Band. Mitglieder fingen an, sich gegenseitig zu verklagen, ohne jedoch bereit zu sein, die Erfolgsformation zu verlassen. Beim Gründungsmitglied Stein wurde eine chronische Krankheit diagnostiziert und in den folgenden mehr als 15 Jahren nahm sich vor allem Debbie Harry seiner an. Die Singles des Albums verkauften sich zwar gut, waren aber nicht stark genug, um Hörer auch vom Rest des Albums zu überzeugen. Demnach war The Hunter kommerziell gesehen ein Flop. Angesichts dieser Hintergründe scheint es mehr als verständlich, dass Blondie sich nach acht Jahren höchst erfolgreicher Existenz auflösten. Erst 1998 fanden alle wieder zusammen, inklusive dem wieder gestärkten Stein. Und man brauchte in dieser Formation lediglich ein Jahr und schon lag schon wieder eines dieser Blondie-Alben auf dem Tisch: No Exit. Die Karriere von Blondie scheint nach dieser Veröffentlichung nur von einer 17 Jahre währenden Werbepause unterbrochen gewesen zu sein. Nahtlos knüpfen sie an die Erfolge der vergangenen Jahre an.

Und weil das so gut klappt, schieben Blondie The Curse of Blondie hinterher. Das dauerte zwar bis 2003 und damit gute drei Jahre länger als andere aufeinander folgende Blondie-Lps, aber die Dame und Herren sind ja auch etwas älter und ihren Körpern schlägt ein Heart of Glass. Gut acht Jahre, zwei Live-Alben und eine Greatest Hits-Platte später kommt im Juli 2011 Blondies neustes Werk auf den Markt. Simple Songstrukturen und unkompliziertes Songwriting prägen Panic Of Girls, das sich mehr am Mainstream orientiert als seine Vorgänger.