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Bläck Fööss

Bandmitglieder:

  • Hoock, Fred
    Keyboards
  • Jaenisch, Joko
    Keyboards
  • Lammers, Rolf
    Klavier
    Akkordeon
    E-Orgel
  • Priess, Hartmut
    Gitarre
    Bass
  • *19.08.1942
  • Schnitzler, Willy
    Synthesizer
    Klavier
    Akkordeon
  • *04.08.1951
  • Biermann, Karl Friedrich
    Gesang
  • *06.06.1946
  • Engel, Tommy
    Gesang
    Schlagzeug
  • *28.11.1949
  • Lückerath, Günther
    Gesang
    Gitarre
    Banjo
  • *20.06.1948
  • Schütten, Peter
    Gesang
    Gitarre
    Percussion
  • *04.08.1943
  • Stoklosa, Erry
    Gesang
    Gitarre
    Percussion
  • *25.10.1947
  • Lückerath, Günther "Bömmel"
    Gesang
    Gitarre
    Banjo
  • *20.06.1948
  • Schütten, Peter
    Gesang
    Gitarre
  • *04.08.1943
  • Stoklosa, Erry
    Gesang
    Gitarre
    Percussion
  • *25.10.1947

Bläck Fööss

Kölsch ist nicht nur dünnes 0,2-Bier, das nach abgestandenem Radler schmeckt, sondern auch ein Dialekt, den neben Millowitsch, Bap und ein paar Karnevalsgenerälen auch Bläck Fööss beherrschen. Als die Stowaways - die Vorgänger-Truppe, wenn man so will - gegründet wurden, hatten die Mitglieder der später in Bläck Fööss umbenannten Combo vorher in diversen Beat-Formationen Erfahrungen gesammelt.

Daran hielt man sich zunächst: Auf Karnevalsbällen spielte die Gruppe Beatles, Kinks und Hollies. Weil aber auch Karnevalslieder gefragt waren, kam es zu den ersten kölschen Töne auf einer Live-Bühne. Vorsichtig ging man dann als "de Bläck Fööss" an den Versuch, den kölschen Titel Rievkooche-Walzer aufzunehmen - den guten Markennamen der Stowaways wollte man sich nicht verderben. Zu Recht, denn die erste kölsche Single der Gruppe wurde ein Ladenhüter - ganze 2000 Stück wurden davon verkauft. Die Stowaways allerdings hatten Angebote von drei Plattenfirmen, von denen aber keine an kölschen Liedern Interesse bekundete. Und auch der zweite Bläck Fööss-Titel Drink doch eine met wurde zunächst überall abgelehnt - bis die BASF in Ludwigshafen das Lied veröffentlichte, das sofort ein Publikumserfolg wurde. Schon bald waren die damals durchaus als Freaks und Sonderlinge betrachteten Bläck Fööss bei den Karnevalssitzungen und -bällen sehr gefragt - allein das Äußere der Gruppe irritiert: Langhaarig, in Jeans und barfuß (um dem Gruppennamen gerecht zu werden) mischte die Band mit E-Gitarren und Verstärkern die heiligen Hallen des Kölner Frohsinns auf.

Nicht ganz unverständlich haftet der Gruppe seitdem bei manchen Leuten das Image einer Karnevalsband an. Bläck Fööss selber sehen das differenzierter. So handeln viele ihrer Lieder, die sie im Karneval spielen, eben nicht über Frohsinn bis zur Besinnungslosigkeit. Titel wie De Mama kritt schon widder e Kind, die Bundeswehr-Ballade Am Arsch der Welt oder das historische Kackleed waren den Offiziellen zu direkt. Musikalisch zeichnet sich die Truppe durch eine Melange aus Musik und Kölscher Lebensart aus. Eine heile Welt will die Gruppe in ihren Liedern trotz aller Liebe zu ihrer Stadt dennoch nicht beschwören. Ein bedeutender Tontechniker sagte einmal über Bläck Fööss: Zille auf Kölsch...

1994 glaubten zwar viele Menschen, dass mit der Trennung von Tommy Engel 1994 das Ende der Bläck Fööss bevorstünde, aber mit Kafi Biermann wurde schnell Ersatz für den ausgeschiedenen Frontmann gefunden, der auch vom Publikum angenommen wurde. Zu ihren Spitzenzeiten im Karneval absolvieren die Bläck Fööss bis zu 12 Auftritte an einem Tag. Als eines der ganz großen Highlights in ihrer Karriere ist wohl der Auftritt an Silvester 2000 vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena zu nennen. Nicht nur ging es damals um den Jahrtausendwechsel und die Aufnahmen zu ihrem Longplayer 30 Jahre Bläck Fööss - ihr 30-jähriges Bestehen feierten sie tatsächlich.