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Alice In Chains

Genre:

Hard Rock
Bandmitglieder:

  • Cantrell, Jerry
    Gitarre
  • *18.03.1966
  • Kinney, Sean
    Schlagzeug
  • *27.05.1966
  • Starr, Mike
    Bass
  • *04.04.1966
  • Inez, Mike
    Bass
  • *14.05.1966
  • Staley, Layne
    Gesang
  • *22.08.1967
    +22.01.2001

Alice In Chains

Layne Staley hatte schon sehr früh in seinem Leben beschlossen, professioneller Musiker zu werden. An Talent zu den verschiedensten Instrumenten sollte es ihm nicht fehlen. Noch als Schüler gründet er Alice N Chaynz. 1987 kam es dann zum ersten Zusammentreffen mit Jerry Cantrell - die beiden scheinen sich vor allem musikalisch hervorragend zu verstehen und Staley kann Cantrell davon überzeugen, in seiner Band mitzumischen. Gesagt, getan. Zunächst wird aus dem kryptischen Bandnamen das verständliche Alice In Chains und Cantrell schleppt mit seinen Freunden Mike Starr und Sean Kinney die restlichen Musiker an. Wie für nicht wenige andere Bands, geht es für Alice In Chains zu allererst einmal darum, sich so etwas wie einen Namen zu erspielen. Rund um Seattle sowie in den Clubs der Stadt gelingt ihnen dieses außerordentlich gut. Dazu passt auch der hocheigenständige musikalische Ansatz: zwischen Metal-Riffs, Akustik-Balladen und zweistimmigem Gesang - ein solches Programm konnte keine andere Band liefern. Konsequenterweise erhielten sie einen Plattendeal bei Columbia. Und ihre erste Veröffentlichung, eine EP mit dem Hoffnungsfrohen Namen "We die young" gilt noch heute als eine der wegweisenden Veröffentlichungen des gerade beginnenden 1990er Metal Jahrzehnts. Es folgten die Veröffentlichung des ersten Albums mit dem Titel Facelift und ausgiebiges Touren mit Rockgrößen wie Van Halen und Iggy Pop.

Danach nahm sich die Band ein wenig zurück und konzipierte ihr zweites Album. Und als Gang für Zwischendurch servierten sie die gutverdauliche EP "Sap". Aber noch bevor Alice In Chains dazu kamen, ihre zweite LP zu veröffentlichten, fiel, so muss man es wohl korrekterweise formulieren, der Grunge über Seattle her. Nach dem sensationellen Erfolg von Nirvana, die mit ihrer Nevermind Veröffentlichung den Grundstein legten, musste alles, was aus Seattle sonst noch kam, mindestens auch Grunge sein. Auch die Musik von Alice In Chains.

In gewisser Weise profitiert die Band vom Grunge-Wahn - z. B. durch Cameron Crowes Film "Singles", in dem sie sich selber darstellen und einen ihrer bekanntesten Songs, Would, zum Soundtrack beisteuern. Mit dieser Single als Zugpferd veröffentlichen Alice In Chains dann im Jahre 1992 ihren zweiten regulären Longplayer. Dirt, das wohl ausgereifteste Werk der Band, erreicht Platin-Status. Mit ihrer Teilnahme am dritten Lollapalooza-Festival sichern sie sich eine riesige Fangemeinde. Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität angekommen, fliegt Mike Starr wegen angeblicher Probleme mit Heroin aus der Band und wird durch Mike Inez ersetzt. Wohingegen Layne Staley gar keine Probleme mit der Droge hat - er drückt weiter. 1994 erscheint die "Jar Of Flies"-EP und steigt direkt auf Platz eins der US-Charts. Dennoch kann sich die Band kaum aufraffen, um ihren dritten Longplayer fertig zu stellen. Als ihr dann in den Läden steht, weiß noch keiner, dass es sich dabei um das letzte reguläre Studioalbum dieser einzigartigen Band handeln wird. Auch Alice In Chains avanciert zu einem Mega-Erfolg, in dessen Nachhall der Band eine Einladung zur Unplugged-Reihe von MTV zugeht. Danach zerfällt die Band in Layne Staley auf der einen und dem Rest auf der anderen Seite. Der Rest nimmt sogar noch ein Album auf, aber Staley verweigert seine Mitarbeit - unter dem Namen Boggy Depot veröffentlichen die übriggebliebenen Alice In Chains-Mitglieder 1998 ihr erstes Album ohne Layne Staley. Der wird vier Jahre später, nachdem der Alice In Chains Backkatalog mit Hilfe diverser Best-of, und Live-Scheiben gnadenlos ausgeschöpft worden ist, tot in seiner Wohnung aufgefunden, die er schon Monate nicht mehr verlassen haben soll. Als Todesursache wird eine Überdosis Heroin und Kokain diagnostiziert, die sich Staley auf den Tag genau 8 Jahre nach dem Selbstmord Kurt Cobains in die Venen gejagt hatte.