Aaliyah
Aaliyah
Age ain't nothin' but a number hieß ihr erstes Album - Death ain't nothing but a feeling wäre in Anlehnung an ihr Debut dennoch ein makabrer Titel-Vorschlag. Aaliyah Haughton kam 22-jährig bei einem Flugzeugunglück ums Leben, weil der cracksüchtige Pilot den Flieger überladen hatte. Kurz davor hatte der junge R’n’B Star ein Video auf den Bahamas fertig gedreht - es war die zweite Single zu ihrem immerhin dritten Album.
Als die Nichte eines gewichtigen Anwaltes und Managers in Black Music-Kreisen 1979 in Brooklyn auf die Welt kam, schien von Anfang an alles nach Plan zu laufen. Ihr Onkel, ein gewisser Barry Hankerson und ehemaliger Ehemann von Gladys Knight, als auch ihre Mutter bereiteten Aaliyah schon früh auf ihr späteres Leben vor. Schon in der Vorschule erhielt sie Gesangsunterricht. Nach diversen Auftritten in Schulchören und dergleichen, nahm sie im Alter von neun Jahren am Talentwettbewerb "Star Search" teil, den sie, wie ihre berühmte Kollegin Christina Aguilera nicht gewinnen konnte. Barry Hankerson, der sich um alles sorgende Onkel, schien allerdings von seiner Nichte derart überzeugt, dass er die Dreizehnjährige einem der Künstler vorstellte, die er als Manager betreute - damals wie heute hieß der R. Kelly und schickte sich an, ein ganz großer im R'n'B Zirkus zu werden. Aaliyahs Debüt ließ nicht lange auf sich warten und erschien 1994. Der irgendwie zynisch anmutende Titel Age ain't nothin' but a number gab noch mehr Anlass zu Kontroversen als die Öffentlichkeit davon Wind bekam, dass R. Kelly und Aaliyah (sie war damals 15) geheiratet hätten.
Nach ihrer persönlichen als auch künstlerischen Trennung arbeitet sie für die Songs zu ihrem zweiten Album vor allem mit Timbaland zusammen. Der Herr des kaum tanzbaren Elektronik-Gestotters schneiderte der längst noch nicht Volljährigen zusammen mit seiner Studio-Kollegin Missy Elliott Beats auf den Bauch, die die Welt noch nicht gehört hatte. Die applaudierte heftig, bescherte Aaliyah insgesamt 4 Hitsingles und in der Folge davon Doppelplatinstatus für One in a Million. Dann kümmerte sich Aaliyah um ihren Schulabschluss und fing an, Hollywood aufzumischen. Zunächst mit einem kleinen Soundtrack-Beitrag für Eddie Murphys "Dr. Dolittle" und nach ein paar Stunden Schauspielunterricht als eine der Hauptdarstellerin in "Romeo must die". Die zum Film gehörige Single, die selbstverständlich auch sie eingesungen hatte, wurde zu dem Hit, mit dem Aaliyah auf immer und ewig assoziiert werden sollte: Try again.
Neben weiteren Rollen, die Aaliyah in weiteren Hollywoodstreifen spielte, erschien 2001 ihr inzwischen drittes Album Aaliyah. Nach der erfolgreichen ersten Single-Auskoppelung We need a Resolution flog die Crew auf die Bahamas, um für die Single Rock the boat ein Video zu schießen. Es war Aaliyahs letztes.




